Die Tuner in Genf

Wenn gut nicht gut genug ist

Wenn ein gutes Auto nicht gut genug oder ein schnelles nicht schnell genug ist – dann schaffen die Tuner Abhilfe.

Die Tuner dürfen natürlich auch in Genf nicht fehlen. Kaum ist das Serienmodell auf der Strasse, warten sie bereits mit einem teils bis in die letzte Schraube getunten Modell auf. So weiss die Gilde arrivierter Veredler auch in diesem Jahr mit einem breitgefächerten und umfangreichen Angebot die Besucher in ihren Bann zu ziehen.

AC Schnitzer

Dieser BMW M2 ist ein ganz grosser: Der AC Schnitzer ACL2 dürfte mit seinem auf 570 PS gesteigerten M4 (!) Triebwerk viele Sportwagen hinter sich lassen. Das Leistungsgewicht beträgt sagenhaft tiefen 2,54 kg/PS! Leider ist das Modell nicht käuflich, sondern bloss ein Konzept.

Brabus

Brabus Rocket 900 heisst das böse S-Klasse Coupé, dessen 6,0-Liter V12 auf 6,3-Liter vergrössert wurde und nun 900 PS leistet. Das theoretisch mögliche Drehmoment von 1500 Nm wird zur Schonung des Antriebsstrangs elektronisch auf 1200 Nm begrenzt. Zudem wurde das Coupé für eine bessere Strassenlage 15 mm tiefergelegt. Wieviel die Rakete kostet, ist unklar.

FAB Design

Der von FAB Design getunte McLaren 650S, der nun VAYU GTR Coupé heisst, beschränkt sich auf optische Modifikationen, technisch bleibt der Brite unberührt. Das Basis-Bodykit kostet 38'500 €, das Carbon-Paket kostet 53'800 €.

Hamann

Das ohnehin bereits auf Lifestyle getrimmte Mercedes GLE Coupé wird nach der Veredlung durch Hamann noch auffälliger. Das aggressive Bodykit verleiht dem Auto eine starke Präsenz, während der 5,5-Liter V8 von 585 PS auf 680 PS erstarkt ist. Das Auto steht auf radhausfüllenden 22-Zöllern.

Kahn

Der Aston Martin DB9 bekommt von Kahn Design einen völlig neuen Look, dessen Kühlergrill alles aufzufressen scheint. Für den andersartigen Look hat Kahn sogar die Scheinwerfer und die Rücklichter angepasst, die Felgen sind zweifarbig.

Klassen

Klassen verwandelt das Interieur der V-Klasse in ein rollendes Wohnzimmer der feinsten Art. Natürlich steht auch gekühlter Champagner bereit. Durch die Luxus-Kur steigt das Gewicht des Vans auf über drei Tonnen.

Mansory

Als ob der Mansory 4XX Siracusa den gelben Lack zum auffallen nötig hätte. Dagegen wirkt der Basis 488 GTB regelrecht brav. Die Flunder leistet 790 PS und bekommt extrem leichte Schmiedefelgen verpasst. Der Umbau vom 488 GTB zum 4XX Siracusa kostet 143'000 €, den 488 GTB muss der interessierte Kunde freilich selber zu Mansory mitbringen.

RUF

Der RUF macht äusserlich auf Retro, aber technisch keine Kompromisse. Aus dem 3,8-Liter Sechszylinder-Boxer holt der Tuner 802 PS, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h reicht. Kein Wunder, bei einem Leistungsgewicht von nur 1,8 kg/PS. Ausserdem bietet RUF etwas an, was bei Porsche immer seltener wird: Ein manuelles 6-Gang Getriebe.

Startech

Startech veredelt den neuen Bentley Continental. Auffällig ist die massive Spoilerlippe vorne. Hinten wird ein Diffusor verbaut. Alleine die beiden Anbauteile schlagen mit 20'500 € zu Buche. Technisch bleibt der Bentley unverändert.

Techart

Techart verpasst dem neuen 911 4S ein Bodykit sowie 21-Zoll Felgen. Zudem gibt es im Interieur eine neue Lederausstattung und für den passenden Sound eine neue Auspuffanlage mit aktiver Klappensteuerung. Technisch ist der Porsche unverändert. (ka)

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02 Mär 2016