Rallye München-Barcelona

Die Piloten bereiten sich vor

Jasmin Suter und Christoph Kempf nehmen dieses Jahr an der Rally München - Barcelona teil und berichten uns von ihren Erlebnissen. Im ersten Teil stellen sie sich und ihren fahrbaren Untersatz vor.

Hallo zusammen! Wir, das sind Jasmin Suter und Christoph Kempf, nehmen dieses Jahr an der Rally München - Barcelona teil. Exklusiv werden wir für die auto-illustrierte von diesem Event berichten. Im ersten Teil stellen wir kurz die Rally, unser Auto und natürlich uns selbst vor.

Die Rally 

Ganz wichtig: Es ist eine Spass- und Low-Budget-Rally. Es geht nicht um schnelle Zeiten und es gibt auch nichts zu gewinnen. Start ist am 16. Juli in München, Ziel am 22. Juli in Barcelona. Dazwischen liegen rund 3750 Kilometer, verteilt auf sieben Länder.

Bei der Weggestaltung sind wir grundsätzlich frei, es gibt aber von den Organisatoren Routenempfehlungen mit Schwierigkeitsangaben. Da es um den Spass am Fahren geht, meiden wir Autobahnen und konzentrieren uns auf Haupt-  oder Nebenstrassen. Es ist jeweils eine Stadt angeben, welche wir an diesem Tag erreichen sollten. Wichtig ist aber nur, dass wir am Morgen pünktlich zum Briefing erscheinen. Der Ort wird uns jeweils am Vortag genannt.  

Die Piloten

Christoph Kempf:

27 Jahre alt, aufgewachsen in Altdorf, wohnt in Goldau, Automechatroniker

„Ich wollte schon immer mal eine Rally fahren. Beim Mittagessen schaute sich ein Arbeitskollege eine Zeitschrift an, in der von der Rally München – Barcelona berichtet wurde. Nach kurzem Besuch auf der Homepage war für mich klar, dass ich dabei sein will! Als gelernter Automechatroniker bin ich für alle technischen Arbeiten am Auto zuständig. Auch in meiner Freizeit arbeite ich gerne an meinen Autos, vor allem an meinem Mazda MX-5 NB.“

Jasmin Suter:

21 Jahre jung, aufgewachsen in Steinen, wohnt jetzt in Goldau, arbeitet bei Omida 

Als Christoph nach Hause kam und so «nebenbei» fragte, ob ich in den Sommerferien nach Barcelona möchte, wusste ich, dass da noch was im Busch war. Jetzt freue ich mich sehr darauf – und auch auf die paar Tage danach, die wir in Barcelona verbringen werden. Ich kümmere mich um Übernachtungsmöglichkeiten, Routenplanung und viele andere kleine Dinge. In meiner Freizeit lese ich gerne, backe oder spiele Computergames.   

Das Auto 

Das Auto darf in der Anschaffung nicht mehr als 500 Euro kosten. Unsere Wahl fiel auf einen knallroten Nissan Micra K11. Nicht gerade das, was man sich unter einem Rally-Auto vorstellt. Baujahr 1997, überschaubare 75 PS, Preis: 370 Franken, ersteigert bei Ricardo.ch. Aus erster Hand wohlgemerkt! Der Vorbesitzer war ein älterer Herr, sein Auto servicegepflegt und mit ausgerissenem Kerzengewinde auf dem vierten Zylinder. Nach einer Totalrevision des Zylinderkopfes konnten wir den kleinen Flitzer aber doch zum Laufen bringen. Anschliessend noch den Service gemacht und ab durch die MFK. Zusatzscheinwerfer und Sponsorenkleber dran, grüne Sprühfolie auf die Radzierblenden und zwischendurch noch Stickerbombing. Die Rücksitze flogen raus, dafür bauten wir einen Schalter für den Lüfter ein, damit der Motor auch bei längeren Bergetappen nicht überhitzt.  

Die Sponsoren 

Zu einer Rally gehören natürlich auch Sponsoren. Obwohl nicht erforderlich, machten wir uns auf die Suche nach Firmen, die unser Vorhaben unterstützen. Wir möchten uns herzlich bedanken bei:

Aunt Lizzie’s Cookies, Alfred CA
Forcar, Autozubehör & Carstyling, Pfäffikon SZ
KW automotive (Schweiz) AG, Rotkreuz
Ravasi Corse, Professional Racing & Tuning Equipment, Genestrio
Walter Ammann AG, Fahrzeugteile, Basel

Text: Jasmin Suter, Christoph Kempf

Bilder: Christoph Kempf

03 Jul 2016