Rallye München - Barcelona

Über den höchsten Pass Europas

Die beiden Rallye-Piloten nahmen heute den höchsten Pass Europas in Angriff. Gegen drohende Überhitzung musste ein Kniff angewandt werden.

Unsere Übernachtung hatten wir gestern in die Nähe des heutigen Treffpunkts verlegt. Eine gute Entscheidung, so konnten wir noch gemütlich einen Kaffee trinken, bevor wir uns nach San Damiano aufgemacht haben, einer malerischen Kleinstadt mit ungefähr 8000 Einwohnern südöstlich von Turin. Vor der Basilica fand dann das Morgenbriefing statt. Dabei war bereits ein Verlust zu beklagen. Von denn 105 angemeldeten Teams haben 95 die Rallye auch angetreten. Nun sind wir noch 94 Teilnehmer. Ein anderes Team macht die Rallye mit einem Mietauto fertig. Zudem hatten diverse Teams bereits Pannen, die sie glücklicherweise aber selber beheben konnten.

Erste Mission wartet 

Im Morgencouvert war heute auch die erste Mission. Die Missionen sollen uns näher in Kontakt mit Land und Leuten bringen. Die Heutige bestand darin, auf einem Pass oder sonst einem exponierten Ort ein Foto von uns und unserem Auto zu machen, diese auf Facebook zu stellen und dazu einen kurzen Text mit Teammitgliedern, Name, Motto, und so weiter. Das sollte zu schaffen sein. ;-)

Immer der Nase nach

Wir beschlossen, uns heute mehr an die Routenempfehlungen zu halten - schliesslich ging es durch ein Gebiet, welches wir noch nicht kannten. In der festen Hoffnung und Absicht, heute weniger Autobahn zu fahren als gestern, machten wir uns auf den Weg. Über Landstrassen fuhren wir nach Camagnola (inklusive einem kleinen Umweg nach Villanova d'Asti), Pinerolo hinauf nach Sestriere. Anschliessend ging es weiter nach Montgenevre und Briancon. Die Route brachte uns nach Guillestre und von dort zum Highlight des Tages: der Col de la Bonette, den höchsten Pass Europas! Das war zwar anstrengend, aber die fantastische Aussicht belohnte uns ausreichend.

Heizung als Kniff gegen Überhitzung

Am höchstmöglichen (legal zu befahrenden) Punkt machten wir unser Missionsfoto. Der Weg den Pass hinab zog sich lange und auch der restlich Weg nach Guillaume war nicht ohne. Der Schlucht entlang, zum Teil mit schmalen Strassen, kamen wir schliesslich doch noch gut an. Auch heute lief unser Auto «Balu» wieder ohne Probleme. Das Überhitzen des Motors konnten wir durch Aufdrehen der Heizung problemlos vermeiden. Was wir bereits heute feststellen konnten: Christoph ist der bessere Fahrer, Jasmin die bessere Navigatorin. Dementsprechend sind meistens auch die Plätze verteilt ;-)

Viele tolle Impressionen gibt es wie gewohnt in der Bildergalerie zu bestaunen.

Text: Christoph Kempf / Jasmin Suter

Bilder: Christoph Kempf

18 Jul 2016