Rallye München - Barcelona

Es wird abenteuerlich

Unsere beiden Rallye-Piloten sind mittlerweile im Flachland angekommen. Die Strecken beginnen nun, abenteuerlich zu werden.

Das Morgenbriefing fand heute auf dem Dorfplatz in Guillaumes statt. Wieder wurden erst mal die Probleme der Teams besprochen. Dabei waren Kühlerprobleme (kein Wunder bei den gestrigen Pässen) sowie ein gebrochener Querlenker zu verkraften. Für diesen konnte aber ein Schweissgerät von anderen Teilnehmern aufgetrieben werden. Lobend erwähnt wurde, dass, wenn immer ein Team am Strassenrand stand, andere angehalten und Hilfe angeboten haben.
Die heutige Mission lautet: Eine Büroklammer, welche jedes Team erhielt, in einen möglichst wertvollen Gegenstand umzutauschen. Ehrlich gesagt, wir sind auf dem Zeltplatz und haben noch nicht einmal angefangen…

Unverhofft kommt oft

Die Routenempfehlungen enthielten nichts, was uns von unserem eigenen Plan abbrachte: Guillaumes Richtung Süden zu verlassen und dann der Cote d'Azur entlang nach Montpellier, wo es diverse Campingplätze gibt. Wie so oft kam es aber anders. Gleich nach Guillaumes, Richtung Daluis, begann eine der wohl schönsten Strecken der Rally. Kurvenreich schlängelt sich die Strasse mit atemberaubenden Ausblicken den Berg entlang, durch viele kleine Tunnel, welche direkt in den rötlichen Fels gehauen sind. Etwas später, auf dem Weg nach St. Auban, wurde es dann etwas abenteuerlicher. Die Strasse war wohl noch nicht fertig und so wurde sie zu unserer ersten Schotterpiste der Rally.

Ungewohntes Flachland

Noch in der Camargue flogen Steinchen aus dem Pneu! Auf der Strecke nach Castellane fuhren wir durch viele kleine Weiler, in denen wohl nur wenige Familien wohnen. Von dort ging es nach Riez, vorbei am intensiv leuchtend blauen «Lac de Sainte Croix». Gerne wären wir ans Ufer runtergefahren, doch die Zeit wäre dann zu knapp geworden. Man merkte nun, dass wir in die Voralpen und schliesslich ins Flachland kamen. Aus Zeitgründen nahmen wir von St-Paul-les-Durance bis nach Martigues die Autobahn. Ein kurzer Abstecher nach Fos-s-M. mit Erhohlungsspaziergang am Hafen, dann weiter durch die Camargue.
Die flache Landschaft war für uns speziell, auch die oft weiten Strecken von einem Ort in den nächsten. Das sind wir uns nicht gewohnt. Die Landschaft fanden wir leider auch nicht ganz so spektakulär wie wir sie, von allen Seiten gelobt, erwartet hätten. So fuhren wir wieder auf die Schnellstrasse bis nach Arles, von dort schlugen wir uns südwestlich nach Lattes, wo sich der Zeltplatz befindet, durch. Unsere Mission haben wir ausserdem nicht erfüllen können: Die Büroklammer tragen wir immer noch mit uns herum. Mal schauen, ob sich am nächsten Tag die Gelegenheit für ein Tauschgeschäft ergibt…

Die tollsten Impressionen sind wie üblich in der Bildergalerie.

Text: Chritoph Kempf / Jasmin Suter

Bilder: Christoph Kempf

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19 Jul 2016