Rallye München - Barcelona

Das Ziel ist erreicht!

Nach einer langen und teilweise harten Reise haben unsere beiden Rallye-Piloten ihr Ziel endlich erreicht. Und das Auto ist noch intakt!

Schon ist der letzte Tag angebrochen! Den Treffpunkt fanden wir, obwohl etwas versteckt, ziemlich schnell. Heute war es besonders interessant die Autos anzuschauen - man sah, wer gestern Schotterpiste gefahren ist und wer nicht. Offensichtlich haben nur einzelne darauf verzichtet. Leider musste ein weiteres Team aufgeben, dieses Mal wegen gesundheitlicher Probleme des Fahrers. Das Startfeld ist somit auf 90 geschrumpft. Die heutige Mission stand sowieso bei allen auf dem Plan: Heil in Barcelona ankommen. Im Streckenbeschrieb hatte es wieder Schotterpisten, die verlockend aussehen. Leider sind unsere gestrigen Vorfahren schon aufgebrochen und wir konnten nicht mehr zusammen losziehen.

Zu riskante Strecken

Da die erste Piste direkt hinter dem Treffpunkt begann, war man aber sowieso nicht alleine unterwegs. Da es dieselbe Streckenkategorie wie gestern war, erwarteten wir auch eine ähnlich gut zu bewältigende Piste. Doch es war deutlich schwieriger. Zahlreiche, tiefe Rillen machten uns das Fahren schwer. Einmal kamen wir, obwohl aus dem Stand angefahren, vorne und hinten mit den Querlenkern an. Da war das Fass übergelaufen. Das Fahren war zu mühsam und es wäre unverantwortlich gewesen, so weiterzumachen. Schliesslich wollen wir nicht nur Barcelona erreichen, sondern auch wieder im Auto heimkommen. Wir beschlossen daher, normale Strassen zu benutzen.

Lange Distanzen zwischen Ortschaften

Zuerst ein kurzer Tankstopp in Calatayud, dann über Hauptstrassen. Via Daroca bis Caminreal. Dort wechselten wir auf die sehr gut ausgebaute Verbindungsstrasse nach Alcaniz. Diese beinhaltet sogar zwei Pässe, welche sich aber kaum so nennen dürfen - zumindest nicht nach den anderen dieser Woche. Bis jetzt haben wir uns nicht an die grossen Distanzen gewöhnt, die die Ortschaften voneinander trennen. Wir hielten uns weiter westwärts bis Tarragona. Der Weg zog sich, langsam sind wir des Fahrens müde. Von dort ist dann Autobahn bis in die Nähe des Campings. Es wird noch einen Konvoi von einer Autobahnraststätte in die Stadt geben, doch wir sind früh dran gewesen und kümmerten uns erst einmal ums Zelt aufstellen und etwas ausruhen. Dann machten wir uns auf den Weg zurück.

Ein paar Tage Entspannung

Einigermassen pünktlich versuchten wir, einen Konvoi zu erstellen. Die auf der Raststätte anwesende Polizei hatte daran allerdings keine Freude und schickte uns auf die Autobahn. Zum Glück konnten sich die Organisatoren ganz vorne platzieren, ansonsten hätten wir den Weg durch die Stadt wohl schlecht gefunden. Es hat nämlich noch angefangen zu regnen und gewittern. Auf einem Parkplatz trafen wir uns noch einmal. Wir stiessen mit einem Becher Wein an und verabschiedeten uns dann von unseren regelmässigen Gesprächspartnern. Dann kehrten wir zum Camping zurück und hofften, dass das Zelt trocken geblieben ist. Jetzt werden wir ein paar Tage in Barcelona entspannen und dann in gemütlichem Tempo heimkehren.

Die Impressionen finden sich in der Bildergalerie.

Text: Christoph Kempf / Jasmin Suter

Bilder: Christoph Kempf

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23 Jul 2016