Kindersitze

Platzmangel im Fond

Der TCS moniert, dass der Platz auf der Rückbank für Kindersitze oft knapp ausfällt.

Der TCS hat in diesem Jahr weitere 13 beliebte Familienautos auf ihre «Kindertransportfreundlichkeit» hin untersucht.  Obwohl seit 2014 alle Neuwagen mit Isofix-Verankerungen ausgerüstet sein müssen, haben nicht alle Fahrzeuge restlos überzeugt. Insbesondere das Platzangebot im Fond lässt bei vielen Fahrzeugen zu wünschen übrig. 

Zwei Sitze geht immer

Mit allen Testfahrzeugen können mindestens zwei Kinder vorschriftsgemäss und ohne Einschränkungen transportiert werden. Die Höchstnote von fünf Sternen erreichten die drei Siebenplätzer Ford S-Max, VW Touran und VW T6 Multivan. In diesen drei lassen sich ohne weiteres drei Kindersitze in der zweiten Reihe nebeneinander platzieren. Vier Sterne erhält der BMW 2er Gran Tourer: Zwar ebenfalls ein Siebenplätzer, aber mit weniger Platz in der zweiten Reihe.

Drei Sitze wir schwierig

Gleich neun Testfahrzeuge haben drei Sterne erhalten und teilen eine Gemeinsamkeit: Im Fond bieten sie nicht genügend Platz für drei Kindersitze, so etwa der Hyundai Tucson. Beim BMW 2er Active Tourer und beim Toyota Prius ist der mittlere Sitzplatz im Fond laut Hersteller ohnehin nicht für Kindersitze geeignet. Der BMW hat noch den Vorteil, dass auf dem Beifahrersitz Isofix-Verankerungen vorhanden sind. Auch der Audi A4 Avant und die Limousine besitzen Isofix-Verankerungen auf dem Beifahrersitz. Beim Skoda Superb Combi und der Limousine kriegt man diese gegen Aufpreis. Die Bedienungsanleitung des Renault Mégane erlaubt nicht alle Kindersitzgruppen auf dem Beifahrersitz und bei der Mercedes-Benz B-Klasse lässt sich der Beifahrerairbag ohne automatische Airbagdeaktivierung nicht ausschalten – und diese gibt es nur gegen Aufpreis.

Verbesserungspotenzial vorhanden

Viele Autos haben noch Verbesserungspotential bezüglich Familienfreundlichkeit. Das zeigen die teilweise restriktiven oder auch widersprüchlichen Bedienungsanleitungen. Dazu kommen bei diversen Autos eine unbefriedigende Zugänglichkeit der Isofix- und Top Tether-Verankerungen oder zu kurze Sicherheitsgurte. Um das passende Familienauto zu finden, sollte auf jeden Fall zuerst eine Probefahrt mit Kindern oder zumindest mit den Kindersitzen organisiert werden.

Text: Pressedienst / Koray Adigüzel

Bild: TCS

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27 Jul 2016