Erfindungen von Ford

Die Daniel Düsentriebs von Ford

Nicht alles, was Autoingenieure entwickeln, schafft es in die Serie. Ford zeigt, was alles so entwickelt wird.

Beim täglichen Pendelverkehr in der Stadt gibt es oftmals Streckenabschnitte, die trotz Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu Fuss absolviert werden müssen. Eine Lösung für dieses Problem hat der deutsche Ford-Ingenieur Kilian Vas entwickelt, der am Kölner Ford-Standort beschäftigt ist. Seine Idee trägt den Namen Carr-E, dabei handelt es sich um einen vierrädrigen Elektro-Untersatz, der sich aufgrund seiner runden Form in der Reserveradmulde vom Auto transportieren lässt. Seine Multifunktionalität unterscheidet das selbstfahrende Carr-E von anderen elektrifizierten Transportgeräten.
Denn Carr-E kann nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch zum Transport schwerer Gegenstände verwendet werden. Benutzer legen einfach das Objekt aufs Carr-E, und es folgt seinem Besitzer automatisch dank eines kleinen elektronischen Senders. Beim Anblick einer Reserveradmulde kam dem Ingenieur Kilian Vas die Idee für die runde Form seiner ebenso cleveren wie vielseitigen Transporthilfe. Die Erfindung existiert bereits als Prototyp, wie das folgende Video zeigt: https://www.youtube.com/watch?v=mLasbNBmOqQ

Viele eingereichte Ideen

Das Carr-E von Kilian Vas ist eine von zahlreichen Erfindungen von Ford-Mitarbeitern auf der ganzen Welt. Alleine zwischen Januar und August dieses Jahres hatten bereits mehr als 4500 Ford-Beschäftigte ihre Ideen für Erfindungen eingereicht, rund 1.700 von ihnen waren Ersteinreicher. «Der deutliche Anstieg der erstmaligen Einreichungen von Erfindungen ist ein Ergebnis unserer Bemühung um Innovation in allen Teilen unseres Unternehmens», sagte Raj Nair, Ford Executive Vice President, Product Development und Chief Technical Officer.

Das wasserproduzierende Auto

Als der amerikanische Ford-Mitarbeiter Doug Martin in Peru eine Plakatwand sah, auf der Luftfeuchtigkeit als Trinkwasserquelle thematisiert wurde, hatte er sofort eine innovative Idee: Was wäre, wenn Autos eine Wasserquelle sein könnten? Zur Gewinnung von sauberem Wasser dachte er an das Kondensat von Klimaanlagen, das normalerweise einfach auf den Boden unter dem Fahrzeug tropft. Dough Martin Martin erweckte die Idee zusammen mit seinem Kollegen, John Rollinger, zum Leben. Die beiden entwickelten ein Prototyp-System, bei dem mittels einer Pumpe gefiltertes Kondenswasser zu einem Wasserspender im Innenraum des Fahrzeugs geführt wird. Auch hierzu gibt es ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=mxmjdx_Rg_c

«Wasservergeudung sollte nach Möglichkeit vermieden werden», sagte Doug Martin. «Die Idee mit dem Kondenswasser eignet sich ideal für abgelegene Orte wie das australische Outback, wo Menschen keinen leichten Zugang zu Wasser haben.» Bei seinen Tests entdeckte Dough Martin, dass ein Auto knapp zwei Liter Wasser pro Stunde produzieren kann. Dies bedeutet weniger Stopps zum Nachkauf von Wasser und weniger Ressourcenverbrauch. 

Mediasystem-Fernbedienung für Mitfahrer

Passagiere oder Nutzer von Mitfahrgelegenheiten haben – vor allem im Fond – meist nur eingeschränkten Zugriff auf Fahrzeugfunktionen. Die Ford-Mitarbeiter Oleg Gusikhin, Omar Makke und Jeff Yeung haben nun eine Fernbedienung entwickelt, mit der Beifahrer und Passagiere das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC per Fernsteuerung etwa zum Einstellen der Audio- oder Klimaanlage nutzen können – einfach per Smartphone. Das Programm verfügt zudem über eine praktische Übersetzungsfunktion, die eine Bedienung von Ford SYNC beim Mitfahren im Ausland erleichtert. Die Funktion erfordert keine zusätzliche Verbindung des Smartphones über Bluetooth. Ein Praxistest als Video: https://www.youtube.com/watch?v=BqEW7HaUm3I

«Durch ein Umdenken von mobiler Konnektivität aus der Perspektive des Passagiers haben wir erkannt, wie wir Smartphones ohne direkte Kopplung über Bluetooth zur Nutzung von SYNC verwenden können“, sagte Oleg Gusikhin. Die Technologie hat ein enormes Potenzial für Mitfahrdienste der Zukunft, insbesondere mit Blick auf autonom fahrende Fahrzeuge, bei denen es gar keine Fahrer mehr geben wird.

Text: Pressedienst / Koray Adigüzel

Bild: Ford

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26 Sep 2016