Land Rover Discovery

Flexibel wie ein Schweizer Sackmesser

Land Rover schickt den Discovery 5 ins Rennen. Schöner, leichter und gespickt mit einer Fülle an cleveren Detaillösungen ist er bereits ab 56’800 Franken erhältlich.

Der Koloss hat abgespeckt, ohne an Qualitäten einzubüssen. Ganze 480 Kilo blieben bei der Modernisierung dank der Verwendung einer Alu-Karosserie auf der Strecke. Geblieben sind aber dennoch rund 2,2 Tonnen Lebendgewicht. Und die wollen entsprechend in Schwung gehalten werden. Dafür halten die Briten drei Diesel mit einem Spektrum von 180 bis 258 PS sowie einen 340 PS starken Benziner im Portfolio.

Offroadern von Geisteshand

Allemal genug, um sich auch im schweren Gelände den Anforderungen zu stellen. Erst recht, wenn der Disco mit dem optionalen All Terrain Progressiv Control ATPC – einer Art autonomer Geländeassistent – ausgestattet ist. Wie von Geisterhand wühlt er sich durch Matsch und windet sich über felsiges Gelände, gibt selbständig Gas, bremst, um sich nach kurzer Bedenkzeit mit dem vorgewählten (Schnecken-)Tempo aus dem Staub zu machen. Währenddessen muss sich der Fahrer nur auf die Lenkmanöver konzentrieren. Aber auch mit dem Terrain Response System ist man gut aufgestellt und klettert problemlos über schwierige Geländepassagen.


Dazu hat man die Bodenfreiheit gegenüber dem Disco IV um 43 auf 283 Millimeter erhöht. Und dank der Luftfederung kann man die Karosserie nicht nur extrem um 80 Millimeter anheben, sondern auch um 40 Millimeter absenken, um Kleinkindern und Hunden den Ein- und Ausstieg zu erleichtern.

Onroad bietet der Discovery Langstreckenkomfort par excellence. Die optionale, adaptive Federung bügelt Unebenheit problemlos weg. Das recht schwere Glasdach erhöht allerdings den Schwerpunkt des gegenüber dem Vorgänger 13 Zentimeter längeren Geländeriesen, wodurch in schnell durchfahrenen Kurven leichte Wankbewegungen des Aufbaus auszumachen sind.

In Hülle und Fülle

Platz bietet der Siebenplätzer jedenfalls ohne Ende. Das auch auf der dritten Sitzreihe, wo Grossgewachsene immer noch genug Platz vorfinden, um den Kurzstrecken-Galopp unbeschadet überstehen zu können. Sind jedoch alle sieben Plätze belegt, reduziert sich das Stauvolumen von 1231 auf 258 Liter. Lässt man auf Knopfdruck die Reihen zwei und drei elektrisch im Fahrzeugboden abtauchen, wird aus dem Gelände- ein Lademeister, der mit 2500 Liter Kofferraumvolumen aufwartet.

Doch der Discovery ist nicht nur etwas für Geländegänger. Bei allem Luxus, den er zu bieten hat, dürfen natürlich Assistenzsysteme wie der optionale Trailer-Assistent oder der der Park-Assistent nicht fehlen. So gibt man mit dem neu, aber behutsam gestalteten Offroader nicht nur abseits der Strasse eine gute Figur ab.

Text: Jörg Petersen

Bilder: Land Rover

02 Mär 2017