PSA kauft Opel

Der Deal ist durch!

Nun ist es definitiv: Für 1,3 Milliarden Euro geht Opel von GM zu PSA. Vorerst ändert sich für die Opel-Belegschaft aber nichts.

PSA hat sich mit General Motors (GM) über die Übernahme von Opel verständigt. Der Kaufpreis für die Europasparte von GM mit den Marken Opel und Vauxhall beträgt 1,3 Milliarden Euro. Damit wird PSA der zweitgrösste Autohersteller in Europa nach Volkswagen. Neben der Opel/Vauxhall-Übernahme erwirbt PSA auch in einem Joint Venture mit der Bank BNP Parisbas das europäische Finanzierungsgeschäft "GM Financial", für 0,9 Milliarden Euro. Somit steigen die PSA-Aufwendungen auf 2,2 Milliarden Euro. PSA-Chef Carlos Tavares erklärte auf einer Pressekonferenz: «Wir sind zuversichtlich, dass der Turnaround von Opel und Vauxhall mit unserer Unterstützung deutlich beschleunigt wird. Gleichzeitig respektieren wir die Verpflichtungen, die GM gegenüber den Mitarbeitern von Opel/Vauxhall eingegangen ist.»

Übernahme soll dieses Jahr vollzogen werden

Bis Ende des Jahres soll die Übernahme vollzogen sein, sie unterliegt noch der Zustimmung der Kartellbehörden. Beide Unternehmen teilten des Weiteren mit: «Opel/Vauxhall wird auch weiterhin von den Urheberrechtslizenzen von GM profitieren, bis die Fahrzeuge in den kommenden Jahren nach und nach auf PSA-Plattformen gebaut werden. Auch die Pensionsverpflichtungen von GM bleiben bestehen und werden an PSA übertragen.» PSA erwartet, dass man durch die Transaktion «substanzielle Skaleneffekte und Synergien in den Bereichen Einkauf, Fertigung und Forschung und Entwicklung ermöglichen» kann. Jährlich werde die bis 2026 auf 1,7 Milliarden Euro beziffert. Ein wesentlicher Teil davon könne schon bis 2020 realisiert werden. «Dank der erfolgreichen Partnerschaft mit GM erwartet PSA, dass Opel/Vauxhall eine Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 2 Prozent bis 2020 und von 6 Prozent bis 2026 erreichen und bis 2020 einen positiven operativen freien Cashflow generieren wird», heisst es bei PSA weiter. Bis 2018 gibt es die Zusage von GM, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. An diese Zusage will sich auch PSA halten.

Neumann bleibt Opel-Chef

PSA-Chef Carlos Tavares (Bild) äusserte sich zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau so, dass man daran glaube, «dass die Zukunft in den Händen der Opel- und Vauxhall-Mitarbeitern liegen wird». Sie haben es selber in der Hand. Opel-Aufsichstrats-Chef Dan Ammann sagte: «Opel bekommt die Chance, ohne Werksschliessung in die Gewinnzone zu kommen.» Auch die Ausrichtung der Marke soll bestehen bleiben. «Herr Neumann war bisher mit seiner Arbeit sehr erfolgreich», so Tarvares. Auch zukünftig wird Karl-Thomas Neumann die Marke Opel führen.

Text: Auto Motor und Sport

Bild: PSA

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06 Mär 2017