Hyundai i30 Turbo

VOLLE LADUNG

Mit der Modellpflege erhält der Hyundai i30 mehr Ausstattung und eine neue Topmotorisierung.

Den kleinen Seitenhieb konnten sie sich bei Hyundai nicht verkneifen: «Da scheppert nix», zitiert Produktmanager Günter Krüger den legendären Ausspruch, den VW-Chef Martin Winterkorn auf der IAA 2011 am Steuer des i30 von sich gegeben hatte. Die Szene wurde später ein Renner auf YouTube. Nicht nur wegen Winterkorns unfreiwilliger Gratiswerbung, sondern ob des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses wurde der kompakte Koreaner zum Bestseller.

Drei Jahre später ist es an der Zeit, den Verkauf des Golf-Konkurrenten mit einem dezenten Lifting anzukurbeln – inklusive neuer Ausstattung und neuem Topmodell, dem i30 Turbo. Optisch beschränken sich die Änderungen beim normalen i30 hauptsächlich auf den leicht umgestylten Kühlergrill. Beim Turbo ist dieser – wie Teile der Frontschürze – mit Kunststoff im Chrom-Look umrandet. Dazu gibt es neue Felgen, neue Farben und je nach Ausstattung LED-Rückleuchten, Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie dynamisches Kurvenlicht. Auch ein Spurhalteassistent ist neu erhältlich, ebenso belüftbare Vordersitze. Das meiste davon wird beim i30 Turbo serienmässig gleich mitgeliefert, ebenso wie die feschen, zweifarbigen 18-Zöller. Der automatische Parkpilot, der jetzt auch quer zur Fahrtrichtung selbsttätig ein- und ausparken kann, lässt sich allerdings nicht mit dem 186 PS starken 1,6-Liter- Turbobenziner kombinieren. Dasselbe gilt für das neue, siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe. Das bleibt dem 1.6 CRDi vorbehalten, der wie alle Motoren überarbeitet wurde, nun 8 PS mehr leistet und in der sparsamsten Version mit nur 3,6 Litern auskommt – zumindest in der Theorie.

Aber bleiben wir beim Topmodell. Mit den beiden verchromten Endrohren und dem Heckdiffusor macht der neue i30 Turbo äusserlich schon auf Sportskanone. Innen wartet er mit schwarz-roten Sportsitzen in Stoff-Leder-Ausführung, Alu-Pedalen und roten Ziernähten auf. Dazu passt der aus dem Veloster bekannte T-GDI mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, der standesgemäss auf dem Nürburgring sein Feintuning erhielt. Er bringt bereits bei 1500 Touren das volle Drehmoment von 265 Newtonmetern und fällt bis in hohe Drehzahlen nicht ins berühmt-berüchtigte Turboloch. Mit acht Sekunden von null auf hundert reicht es aber trotzdem nicht ganz zum Hochleistungssprinter und auch nicht zur Krawallbüchse à la Renault Megane R.S. Das Sportfahrwerk ist zwar straff ausgelegt, lässt dem Fahrer aber noch eine ordentliche Portion Restkomfort. Spass hat man beim flotten Kurvenkratzen aber trotzdem. Bloss schade, dass es den Turbo nur als Drei- oder Fünftürer gibt und nicht als Kombi. Dann hätte es sicher gescheppert – in der Kasse der hiesigen Händler.

Hyundai i30 Turbo R4-Turbobenziner

Preis ab 30'600 Fr.
Hubraum 1591 cm3
Leistung 137 kW/186 PS
Drehmoment 265 Nm bei 1500–4500/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 8,0 s
Spitze 219 km/h
Norm-Mix 7,3 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 169 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 4300/1780/1470 mm
Leergewicht 1367 kg
Ladevolumen 378 bis 1316 l

Eher ein fein ausgestattetes Topmodell als echte Sportversion.

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27 Jun 2015