Messe St. Gallen

Die „Auto-Olma“ geht in ihre zehnte Runde

Die Ostschweiz gibt Vollgas: vom 18. bis 20. November gibt es in den Olma-Hallen in St. Gallen die bereits oder bald käuflichen Neuheiten des Auto-Herbstes zu sehen. Dabei gibt es vier Sonderschauen „Sport & Speed“, „Tuning & Fun“, „Classic & Elegance“ sowie „Green & Clean“, deren Bezeichnungen die ganze Spannweite des Gebotenen bereits erklären. Insbesondere wer rennbegeistert ist, kommt voll auf seine Kosten. Ein Ford Model T Racer aus den Zwanziger- Jahren zeigt die Anfänge des Motorsports, mit dem Opel Astra TCR kann der schnelle Arbeitsplatz der 24-jährigen Jasmin Preisig genauer unter die Lupe genommen werden, genauso wie Formel- Rennwagen oder aktuelle Tourenwagen aus verschiedenen Renn-Klassen.

Oldtimer werden jedes Jahr zahlreicher, denn sie färben emotional auf die aktuellen Fahrzeuge ab. So präsentiert Volkswagen-Nutzfahrzeuge den neuen Crafter neben seinem Ur-Ahn, dem VW T1.

Am ai-Stand gibt es einen Suzuki Vitara zu gewinnen

Ganz modern ist hingegen das Exponat am Stand der auto-illustrierte. Der Suzuki Vitara ist der Hauptpreis beim „Best Cars“-Award. Die tollsten Autos des laufenden Modelljahres können direkt am Stand erkoren werden. Bei dieser Gelegenheit besuchte auch Messleiter Marco Wehrli unseren Stand. Wir nutzten die Gelegenheit, ihm ein paar Fragen stellen:

Herr Wehrli, wie zufrieden sind Sie mit den Buchungen der Aussteller-Stände?
Marco Wehrli: Wir sind leider weder Genf noch Zürich und kämpfen wie alle anderen lokalen Automessen wie etwa Basel oder Zug um genügend Aussteller. Nein, man hat uns die Türen nicht eingerannt. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Wir mussten am Ende sogar schauen, dass wir alle unterbringen können. Interessant ist der neue Bereich „Bike & Cycle“. Die Zweiräder ziehen neue Besuchergruppen an. Aber es fehlen leider wichtige Importeure und ihre Marken. Das kommt
bei den Besuchern sicher nicht so gut an. Aber wir haben jedes Jahr mehr Aussteller und Marken. Die Tendenz ist steigend. Ausserdem hat unsere Werbekampagne, die nicht mal mehr gekostet hat als letztes Jahr, scheinbar mehr Resonnanz bekommen. Die Wahrnehmung der Messe in der Bevölkerung ist gestiegen.

Sind Sie geographisch und zeitlich nicht etwas nahe an der Auto Zürich?
Wehrli: Ja, das sind wir sicher. Aber die Olma-Genossenschaft ist mit diesem Gelände in der glücklichen Lage, sehr gut ausgelastet zu sein. Wir können also zeitlich nicht nach vorn rutschen, die Olma im Oktober ist ein schweizweites Zugpferd und folglich fix. Aber die Nähe zur Auto Zürich hat auch den Vorteil, dass Vorserienautos in Zürich gezeigt werden, sich also bereits in der Schweiz befinden und dann zu uns kommen. Wir können den Besuchern Fahrzeuge zeigen, die sie sonst noch nirgends gesehen haben. Zürich ist eine gut gemachte Messe, die viele Besucher anzieht. Das bedeutet, dass man teilweise anstehen muss oder die Exponate schlecht sieht. Bei uns ist das nicht der Fall. Sie können viel näher an die Autos ran, auch an ganz seltene wie beispielsweise der Ferrari-Stand mit extremen Raritäten wie zwei LaFerrari als Coupé und Aperta und daneben drei Oldtimer-Ferrari. Das ist schon toll.

Welche Erwartungen haben Sie in Bezug auf die St. Galler Automesse?
Wehrli: Mir ist wichtig, dass die Besucher ein tolles Erlebnis haben und voller Emotionen nach Hause gehen. Und vielleicht haben sie etwas mehr Klarheit, welches Auto sie als nächstes kaufen möchten. Wir haben Drift-Vorführungen, Trial-Biker, einen Dragster, der sich lautstark bemerkbar macht oder die Möglichkeit zu Testfahrten mit Elektro- und Hybridfahrzeugen. Natürlich hoffe ich auch, dass wir ohne Zwischenfälle davon kommen und uns sowohl Besucher als auch Aussteller ein gutes Zeugnis ausstellen. Dann sind wir glücklich.

Weitere Infos zur Messe: http://www.automessestgallen.ch

Bild und Text: Stefan Fritschi

18 Nov 2016