AGVS / UPSA

Tag der Schweizer Garagisten 2017

Der Kursaal in Bern
Urs Wernli, AGVS Zentralpräsident
Andreas Burgener im Gespräch
Faites vos jeux über den Mittag
Ulrich Giezendanner, Christoph Blocher und Patrick Rohr im Gespräch
Dr. Thoma Schiller, Leiter Automotive von Deloitte
Ernst Wyrsch, Dozent für Leadership und Motivation
Formel-E Rennauto der ETH Zürich
Team von Motorex
Jürg Stahl, Nationalratspräsident

Rund 600 Garagisten kamen am 17. Januar 2017 in die Schweizer Bundesstadt zur Veranstaltung des Branchenverbandes AGVS, um den Horizont zu erweitern - sei es auf politischer, unternehmerischer und nicht zuletzt auch persönlicher Ebene. Das «Dîner des garagistes» rundete den Abend mit gut 350 Teilnehmern und der Ehrung der AutoEnergieCheck (AEC) Garagenbetriebe ab. Die Garage Moderne SA aus Bulle war dieses Jahr auf dem ersten Siegertreppchen.

Politik und Unternehmergeist

Urs Wernli, AGVS Zentralratspräsident appelierte gemeinsam mit Referenten wie Nationalrätin und Unternehmerin Doris Fiala daran, jetzt politisch aktiv zu werden. Dies nicht zuletzt hinsichtlich der Abstimmung am 12. Februar 2017 über den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF). 

"Der Unternehmer zieht den Karren..", auf diese Zitat von Sir Winston Churchill bezog sich der Präsident von Handel Schweiz, Jean-Marc Probst. Risikobereitschaft, Verantwortung, Neugier, Vertrauen, Begeisterung, Weiterentwicklung und soziale Kompetenz seien Attribute, die für den erfolgreichen Unternehmer stehen.

Ohne Garagisten keine Mobiliät

Jürg Stahl, Nationalratspräsident und Präsident von Swiss-Olympic verglich Garagisten mit Spitzensportlern und rief zum Zusammenhalt der Garagisten als Team auf. Auch Christoph Blochers Gattin stammt aus einer Garagistenfamilie. Der Alt Bundesrat hielt unterhaltsam wertvolle Tipps für den Generationenwechsel bereit. Die Famlie müsse einbezogen werden. Gute Erziehung, Ausbildung und der richtige Zeitpunkt der Übergabe spielten eine wichtige Rolle, wie Nationalrat und Transportunternehmer Ulrich Giezendanner und Christoph Blocher zu Protokoll gaben. Für Giezendanner, ein begeisterter Automobilist, Sammler und Technikliebhaber sei der Beruf des Garagisten ein absoluter Traumberuf.

Begeisterung und neue Denkweisen

Dynamisch und motivierend rief Ernst Wyrsch, ehemaliger Spitzenhotelier und heute passionierter Dozent, die Teilnehmer dazu auf, in eine andere Beziehung zum Kunden zu treten. Den inneren Schweinehund gelte es zu überwinden und zielorientiert zu handeln. "Nur auf sehr zufriedene Kunden ist Verlass", so Wyrsch. Dies erfordere neue Denkweisen und Begeisterung beim täglichen Handeln. Dazu passten auch die Ausblicke in die Zukunft der Antriebstechnologien, welche Professor Willi Dietz von der Universität Geislingen, ausführlich beschrieb. Mit der Zukunft der Rolle der Garagisten beschäftigten sich Vorträge wie der von Dr. Thomas Schiller von Deloitte. "Am Ende bleibt aber immer die persönliche Beziehung zum Kunden das höchste Gut", sagte Schiller.

Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

1927 gegründet, ist der AGVS der Branchen- und Berufsverband der Schweizer Garagisten. Rund 4000 kleine, mittlere und grössere Unternehmen, Markenvertretungen sowie unabhängige Betriebe sind Mitglied beim AGVS. Die insgesamt 39 000 Mitarbeitenden in den AGVS-Betrieben – davon um 8500 in der Aus- und Weiterbildung stehende Nachwuchskräfte – verkaufen, warten und reparieren den grössten Teil des Schweizer Fuhrparks mit rund 6 Millionen Fahrzeugen.

Text & Fotos: Claudia Schlatterer

17 Jan 2017