Gebrauchtwagen

Autech Zagato Stelvio AZ1, sehr schräg

Mit diesem Autech Zagato Stelvio AZ1 fahren wir weiter in unserer neuen Rubrik: Gebrauchtwagen. Sie dürfen Ihr Fahrzeug auch anmelden.

Veröffentlicht am 20.07.2021

Mit dem Autech Zagato Stelvio AZ1 tat sich der einst so hoch geschätzte Karosserieschneider Zagato wohl keinen Gefallen (ok, es kam danach auch nicht mehr viel besser). Im Auftrag der Nissan-Tochter Autech (die es immer noch gibt - obwohl es ja auch Nismo gibt) entwarfen die Italiener Ende der 80er Jahren ein Fahrzeug, das selbst für die Japaner, die sich designtechnisch so einiges gewohnt sind, zu viel war. Geplant gewesen war eine Serie von 200 Stück (plus drei Prototypen), nach 104 Exemplaren war dann: Schluss.

Basis des Sportwagens war überraschenderweise nicht der Nissan Skyline, sondern ein Modell namens Leopard, das es nie nach Europa schaffte. Unter der Haube arbeitete allerdings auch der bekannte 2,9-Liter-V6-Biturbo, der die damals in Japan üblichen 286 PS an die Hinterräder leitete, dies über eine 4-Gang-Automatik. Am 27. Mai 1987 wurde der Vertrag zwischen Autech und Zagato geschlossen, zwei Jahre später kam der Autech Zagato Stelvio AZ1 auf den Markt.

Autech Zagato Stelvio AZ1 mit Double Bubble

Die Silhouette darf dem Betrachter bekannt vorkommen, so ähnlich sahen auch die Zagato-Entwürfe für Aston Martin damals aus (und für den SZ von Alfa Romeo, der aber erst später kam). Auch die angedeuteten Double Bubbles auf dem Dach sind ein typisches Stilelement von Zagato. Aussergewöhnlich waren die voll verkleideten Felgen, so richtig schräg aber die (unnützen) Entlüftungsöffnungen oberhalb der Rücklichter.

Und dann natürlich die beiden sehr eigenartigen Ohren auf den vorderen Kotflügeln. Sie machten einerseits Sinn, denn sie verkleideten die Japan zwingend nötigen Aussenspiegel. Doch anderseits gaben sie dem Autech Zagato Stelvio AZ1 ein Aussehen wie von einem anderen Stern. Dass der nur in Japan angebotene Japaner dann auch noch 18 Millionen Yen kostete, deutlich mehr als ein Honda NSX, brach ihm dann wohl endgültig das Genick.

Fast ein Neuwagen

Das hier gezeigte Exemplar, das 85. von 104, hat erst 900 Kilometer auf dem Tach, ist deshalb mehr Neu- als Gebrauchtwagen. Das Fahrzeug steht beim Pariser Händler «L’Art De L’Automobile» für 99’000 Euro zum Verkauf. Haben Sie auch ein aussergewöhnliches Fahrzeug anzubieten - melden Sie sich doch über redaktion@auto-illustrierte.ch bei uns. Wir werden sicher einen Weg finden.

<< Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren:



ai-Abonnenten haben unbeschränkten Zugriff auf alle unsere digitalen Inhalte. Bitte melden Sie sich mit Ihrem Account an. Wenn Sie noch keinen Account haben, können Sie ihn HIER kostenlos erstellen. Ihre persönliche Kunden- und Abonummer finden Sie auf der Aborechnung und auf der Folie, mit der die ai verpackt zu Ihnen kommt.