Citroën 2CV (2027)

Die Rückkehr der Ente

Bauern, Studenten, Lehrer, Hausfrauen: Der Citroën 2CV war ein Auto für alle. Und genau deshalb wurde der Döschwo Kult. Weil die “Ente” nie mehr wollte als praktisch und günstig sein. Jetzt wagt Citroën ein Comeback – natürlich elektrisch.

Veröffentlicht am 28.05.2026

“Entwickelt ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln, einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter Benzin auf 100 km verbraucht. Ausserdem soll es selbst schlechteste Wegstrecken bewältigen können und so einfach zu bedienen sein, dass selbst ein Fahranfänger problemlos mit ihm zurechtkommt. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht”, lautete der Auftrag an die Citroën-Konstrukteure Flaminio Bertoni und André Lefèbvre. Die zwei Genies hinter den goldenen Jahren von Citroën machten sich an die Arbeit. Rausgekommen ist der Citroën 2CV, ein Auto, das nur 380 Kilogramm wog. 

Der Zweite Weltkrieg verhinderte allerdings, dass der Döschwo in Produktion ging. Erst 1948 präsentierte Citroën den 2CV der Weltöffentlichkeit. Nachdem das Fahrzeug enthüllt wurde, schrieb die satirische Wochenzeitung Le Canard enchaîné: „Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen.” Der Rest ist Automobilgeschichte: Zwischen 1949 und 1990 wurden 3’868’631 viertürige Enten und 1’246’335 Kastenenten hergestellt. 

Unverkennbares Design 

Nach 36 Jahren Pause kehrt die legendäre «Ente» zurück – elektrisch, retrofuturistisch und charmanter als ein frisch gebackenes Croissant am Boulevard Saint-Germain. Citroën hat bestätigt, dass der neue 2CV im Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon präsentiert wird. 

Schon die ersten Teaserbilder zeigen: Die neue Ente zitiert die Ikone respektvoll, ohne zur Karikatur zu werden. Runde LED-Scheinwerfer, eine freundlich lächelnde Front, schmale Räder, eine hohe Dachlinie und diese unverwechselbare Silhouette.

Elektrischer Existentialismus 

Natürlich fährt die neue Ente elektrisch. Technisch dürfte der kleine Franzose auf einer vereinfachten Stellantis-Kleinwagen Plattform basieren. Bedeutet: kompakte Batterien, vernünftige Reichweiten und Preise, die normale Menschen nicht sofort in Existenzkrisen stürzen. Mit einem erwarteten Einstiegspreis von rund 15 000 Euro könnte der neue 2CV sogar zu den günstigsten Elektroautos Europas gehören.

Leistungsmässig wird der neue 2CV keine Autobahn-Rakete werden. Der originale 2CV hatte anfänglich neun PS. Neun! Gegenwind war damals bereits eine Form von Leistungsprüfung. Viel wichtiger ist der Charakter. Und genau dort scheint Citroën anzusetzen. Der neue 2CV soll unkompliziert sein. Leicht. Alltagstauglich. 

Anti-SUV für die Stadt

Wie sein Vorgänger bleibt auch der neue 2CV ein Kleinwagen und dürfte noch kürzer werden als der Citroën ë-C3. Der neue 2CV wird kompakt, schmal und urban. Das passt zur ursprünglichen Philosophie der Ente. 

Ob die neue Version ebenfalls Eier und ein Fässchen Wein unbeschadet transportieren kann, wissen wir noch nicht. Sicher ist aber: Sie transportiert Nostalgie. Wie das aussehen könnte, wollten wir von Chat-GPT wissen. Und das da ist rausgekommen: 

Produktion in Italien

Gebaut werden soll der neue 2CV ab 2028 in Italien – parallel zur nächsten Generation eines weiteren europäischen Kultautos: dem Fiat Panda. Zwei Ikonen, ein Werk. Fast so, als würden Sophia Loren und Brigitte Bardot zusammen in eine WG ziehen.

PS: Der wiedergeborene 2CV ist nur eines von insgesamt 110 neuen Modellen, die Stellantis bis Ende 2030 auf den Markt bringen will.

Bilder: Stellantis / Chat-GPT

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