SsangYong in der Krise

Ist SsangYong gerettet?

Von elf auf drei auf einen: Der Verkaufsprozess der finanziell stark angeschlagenen koreanischen SsangYong Motor Company ist in der Endphase angekommen: Mit Edison Motors Consortium, EL B&T Consortium und INDI EV Inc. haben drei Unternehmen aus dem In- und Ausland konkrete Investitionsvorschläge eingebracht. Jetzt will Ssangyong bevorzugt von einem Konsortium um den E-Lastwagen-Hersteller Edison Motors übernommen werden.

Veröffentlicht am 21.10.2021

Nachdem anfangs elf Unternehmen ihr Interesse bekundet hatten, waren es im September 2021 noch drei. Potenzielle Käufer konnten bis zum 15. September 2021 ihre Investitionsabsicht anmelden. SsangYong Motor und EY (Ernst & Young) Korea als unabhängiger Gutachter haben dabei eine Vorprüfung durchgeführt, in deren Rahmen unter anderem der finanzielle Status der Unternehmen überprüft und die Werke besucht wurden. Dabei war nicht nur die Höhe des Angebotes entscheidend, sondern auch, inwiefern SsangYong nach der Übernahme als stabiles Unternehmen fortgeführt werden kann.

Der südkoreanische Autohersteller Ssangyong Motor hat nun seinen bevorzugten Kaufinteressenten genannt, nachdem das angeschlagene Unternehmen bereits im April unter gerichtliche Zwangsverwaltung gestellt wurde. Nun hofft die Firmenleitung, von einem Konsortium unter Führung des südkoreanischen E-Lkw-Herstellers Edison Motors aufgekauft zu werden. Einen dementsprechenden Antrag hat die Firma laut eigenen Angaben beim Seouler Insolvenzgericht eingereicht.

Noch diesen Monat möchte Ssangyong Motor eine Absichtserklärung mit Edison Motors unterzeichnen und den Kaufpreis sowie weitere Details der Übernahme nach November zu klären. Südkoreanische Medien berichten, dass der Kaufpreis bei bis zu einer Billion Won (ca. 785 Millionen Franken) liegen könnte. Damit wäre SsangYong vorläufig gerettet.

 

Text: Stefan Fritschi und automobilwoche.de
Fotos: SsangYong

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