

Google fährt jetzt X-Trail
Der X-Trail gehört seit 25 Jahren zu den Bestsellern von Nissan – über acht Millionen verkaufte Exemplare in rund 95 Ländern. Zum Jubiläum bekommt das SUV ein Update: mit geschärftem Design, Google im Cockpit und neue Offroad-Gimmicks.
Nissan feiert 25 Jahre X-Trail. Dafür hat sich der Allrounder sichtbar herausgeputzt. Am auffälligsten ist die überarbeitete Front. Der typische V-Motion-Grill bleibt, wirkt nun aber breiter und deutlich aufgeräumter. Die dicke Chromspange des bisherigen Modells verschwindet – der Auftritt wirkt moderner und erwachsener.

Am Heck fallen die neuen LED-Rückleuchten auf. Zudem ersetzt Nissan an vielen Stellen den bisher üblichen schwarzen Kunststoff durch lackierte Flächen. Das wirkt deutlich hochwertiger. Dazu kommen neue 19-Zoll-Leichtmetallräder im Diamantschliff sowie frische Farben wie «Sukumo Blue» oder «Baja Storm».

Google zieht ins Cockpit ein
Die grösste Veränderung steckt allerdings nicht im Blech, sondern in der Software. Bisher setzte Nissan auf ein eigenes Infotainmentsystem. Im neuen X-Trail arbeitet Google direkt im Fahrzeug. Das bedeutet: Google Maps, Google Assistant und der Play Store sind fest integriert – ganz ohne Smartphone. Praktisch im Alltag: Navigation mit Echtzeitdaten, Apps direkt im Auto und Sprachbefehle über «Hey Google». Damit lassen sich sogar Fahrzeugfunktionen steuern – etwa Sitzheizung oder Klimaanlage.

Das Cockpit selbst bleibt vertraut. Zwei 12,3-Zoll-Displays dominieren weiterhin das Armaturenbrett (ab Ausstattung N-Connecta). Doch das digitale Gehirn dahinter ist deutlich smarter geworden.
Unsichtbare Motorhaube

Ein neues Gimmick im Technikbaukasten ist die Funktion «Unsichtbare Motorhaube». Der Around-View-Monitor kombiniert die Bilder mehrerer Kameras zu einer Perspektive, die zeigt, was sich direkt vor den Vorderrädern und unter der Motorhaube befindet. Besonders im Gelände oder beim Rangieren in engen Parkhäuser kann das hilfreich sein. Auch der Fahrassistent ProPilot wurde weiter verbessert.

N-Trek: der X-Trail fürs Abenteuer
Wer seinen X-Trail nicht nur vor der Migros parkt, sondern tatsächlich mal ins Abenteuer fährt, greift zur Variante N-Trek. Diese Version hebt sich künftig deutlicher vom Rest der Baureihe ab.

Magma-Red-Akzente an Karrosserie und Innenraum sorgen für etwas Rallye-Atmosphäre. Dazu kommen schwarz-rote Nissan-Logos, robuste Stossfänger und eine schwarze Dachreling.

Auch praktische Details fehlen nicht: wasserabweisende CellCloth-Sitze, Gummifussmatten und eine wendbare Kofferraumwanne. Das Panorama-Glasdach gehört hier sogar zur Serienausstattung.
e-Power bleibt das Herzstück

Beim Antrieb bleibt Nissan seiner ungewöhnlichen Strategie treu. Der X-Trail fährt weiterhin mit dem e-Power-System – einem seriellen Hybrid. Dabei treibt ein Elektromotor die Räder an, während ein 1,5-Liter-Turbo-Benziner lediglich als Generator Strom erzeugt. Das Fahrgefühl ist also elektrisch, obwohl ein Verbrenner an Bord ist.

Zwei Varianten stehen zur Wahl: 204 PS mit Frontantrieb sowie 213 PS mit e-4ORCE-Allradantrieb. Bei der Allradversion arbeitet zusätzlich ein zweiter Elektromotor an der Hinterachse. Der Sprint auf 100 km/h gelingt je nach Version in rund acht beziehungsweise sieben Sekunden – mehr als ausreichend für ein Familien-SUV.
Ein globaler Bestseller
Der X-Trail ist längst ein Weltbürger. Nissan verkauft das SUV heute in rund 95 Ländern. Seit der Einführung vor 25 Jahren wurden weltweit über acht Millionen Exemplare gebaut.
Der überarbeitete Nissan X-Trail rollt voraussichtlich ab Spätsommer 2026 zu den Händlern. Preise nennt Nissan noch nicht – ein leichter Aufschlag gilt jedoch als wahrscheinlich. Schliesslich wächst die Serienausstattung.
Bilder: Nissan


