Eine Milliarde für den Rückwärtsgang

Porsche hat Rimac-Anteile verkauft

Porsche verkauft Zukunft – und bekommt dafür ziemlich viel Gegenwart. Porsche hat den bereits im April angekündigten Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group nun offiziell vollzogen. Rund eine Milliarde Euro fliessen nach Zuffenhausen.

Veröffentlicht am 13.09.2026

Die Beteiligung an Rimac begann als Wette auf die Zukunft. Porsche investierte erstmals 2018 in das kroatische Elektro-Start-up von Mate Rimac und baute sein Engagement danach schrittweise aus. 2021 entstand schliesslich das Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac. Nun zieht sich Porsche aus diesem Kapitel zurück.

Für Porsche lohnt sich der Abschied: Der Verkauf bringt rund eine Milliarde Euro. 250 Millionen Euro davon steckt der Sportwagenhersteller in die weitere Ausfinanzierung seiner Pensionsverpflichtungen. Der Rest stärkt die Kasse – und die kann Porsche angesichts des kostspieligen Umbaus des Modellprogramms gut gebrauchen.

Der Verkauf passt zur neuen Marschrichtung: weniger Beteiligungen, mehr Konzentration aufs eigene Geschäft. Und der Milliarden-Zufluss macht sich sogar in der Bilanz bemerkbar. Porsche erwartet für 2026 nun eine Netto-Cashflow-Marge im Automobilgeschäft von 5,5 bis 7,5 Prozent statt bisher drei bis fünf Prozent.

Bild: Porsche

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