Porsche Taycan Cross Turismo
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Taycan im Kombi-Look

Derzeit absolviert der Taycan Cross Turismo auf der Nordschleife, in Hockenheim, Afrika, in den USA oder auf dem Porsche-Testgelände in Weissach die letzten Erprobungsfahrten. Wir zeigen erste Fotos.

Veröffentlicht am 24.02.2021

Derzeit absolviert der Porsche Taycan Cross Turismo die letzten Erprobungsfahrten. Das umfangreiche Porsche-Testprogramm fand auf Rennstrecken wie der Nürburgring-Nordschleife und dem Grand Prix-Kurs in Hockenheim (beides Deutschland) sowie auf Testgeländen in aller Welt statt – unter anderem im süditalienischen Nardo. Zusätzlich wurde der Cross Turismo abseits befestigter Wege in Südfrankreich und in den Pyrenäen erprobt. Das Prüfgelände im Entwicklungszentrum Weissach bot mit dem sogenannten Safarikurs eine weitere Offroad-Herausforderung jenseits von Afrika. Mit exakt 998.361 Testkilometern haben die Cross Turismo-Prototypen die Erde insgesamt fast 25-mal umrundet – gerechnet auf Höhe des Äquators.

Das neue Derivat soll alle Stärken der Taycan Sportlimousine mitbringen, verspricht Porsche. Das Fahrwerk mit Allradantrieb und Luftfederung ist höhenverstellbar. Hinzu kommen mehr Kopffreiheit für die Passagiere im Fond und ein grosses Ladevolumen unter der Heckklappe. Package und Platzverhältnisse wurden optimiert. 

„Bei der Entwicklung des Cross Turismo konnten wir natürlich auf den Erfahrungen mit der Taycan Sportlimousine aufbauen. Grösste Herausforderung war es, die Anforderungen bezüglich Sportlichkeit mit den Fähigkeiten abseits befestigter Straßen unter einen Hut zu bekommen“, betont Baureihenleiter Stefan Weckbach: „Der Cross Turismo soll einerseits auf der Rundstrecke Leistung bringen und andererseits auf Geröll, Matsch und Schotter funktionieren.“ Letzteres wurde beim sogenannten‚ Prüfgelände-Dauerlauf‘ im Entwicklungszentrum Weissach simuliert. Weckbach: „Der Cross Turismo ist aber kein Hardcore-Offroader, sondern auf unbefestigte Strassen und Feldwege spezialisiert. Er ist also eine Art Schweizer Taschenmesser auf bis zu 21 Zoll großen Rädern.“

Elektroautos müssen sich bei Porsche demselben harten Testprogramm unterziehen wie Sportwagen mit Verbrennungsmotor. Neben Leistung gehört dazu immer auch die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit unter allen klimatischen Bedingungen. Besonders anspruchsvolle Disziplinen wie das Laden der Batterie oder die Temperierung des Triebstrangs und des Innenraums bei extremen Temperaturen kommen bei den batterieelektrischen Modellen noch hinzu. Weitere Porsche-typische Entwicklungsziele sind Rundstrecken-Performance, wiederholtes Beschleunigen unter Volllast und eine alltagstaugliche Reichweite.

Hinzu kommen umfangreiche Prüfungen im Labor und auf Prüfständen. Dazu gehören auch die Entwicklung und Absicherung der Aerodynamik. So trotzte der Cross Turismo rund 325 Stunden lang dem Sturm im Windkanal. Die Taycan Sportlimousine hatte im Zuge der Entwicklung bereits 1.500 Stunden dort verbracht.

Das harte Testprogramm mit Schlechtwegestrecken und Fahrdynamiktests absolvierte auch der neuartige, von Porsche für dieses Modell konzipierte Fahrradheckträger. Er soll in puncto Handhabung, Ergonomie, Fahrsicherheit und Stabilität neue Massstäbe setzen, glauben die Entwickler. Auf seinen breiten, mit grossem Abstand montierten Schienen können mehrere E-Bikes transportiert werden.

Der Taycan Cross Turismo kommt in Europa im Sommer 2021 auf den Markt.

 

Text: Porsche und Stefan Frischi
Fotos: Porsche

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