Motorsport

Alle Resultate der Formel E!

Vollspannung in der neunten Saison der Elektroserie. Die neue Generation der Rennboliden verspricht dank grossen Änderungen mehr Attraktivität denn je. Die Schweiz mischt traditionell ganz vorne mit – auch wenn der Saisonauftakt noch nicht ganz nach Wunsch verlaufen ist. Hier gibt es alles, was man über die Saison und die Gen-3-Ära wissen muss.

Veröffentlicht am 25.01.2023

Die Autos

Optisch sind die neuen Gen-3-Boliden mit ihrem keilförmigen Design nun wahrlich keine Augenweide. Die Autos sind in allen Dimensionen kleiner geworden und haben 60 Kilogramm abgespeckt, was für noch mehr Racing auf den Stadtkursen sorgen soll. Zudem ist technisch einiges los. Es gibt mehr Leistung, im Attack-Mode sind es 350 kW, im Rennmodus 300 kW. Die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 320 km/h. Gleichzeitig sinkt die nutzbare Batterie-Kapazität auf 38,5 kWh. Dies bedingt, dass mehr als 40 Prozent der in einem Rennen verbrauchten Energie durch die Rekuperationsfähigkeit von 600 kW selbst erzeugt werden muss. Dafür gibt es auch auf der Vorderachse zusätzlich zu den Bremsscheiben neu eine E-Maschine, allerdings nur zur Energierückgewinnung, was für mehr Möglichkeiten beim Bremsen sorgt. Nach Softwareproblemen und einigen Unfällen wird zum Rennwochenende in Saudi Arabien ein Notfallbremssystem – eine mechanische Bremse an der Hinterachse - eingeführt. Natürlich bestimmt das Ressourcenmanagement weiterhin die Rennstrategie in der Formel E. Wobei mit den neuen Allwetter-Hankook-Reifen eine weitere Komponente dazukommt. 30 Prozent der verwendeten Materialien sind nachhaltig, je vier Räder pro Achse reichen für ein ganzes Rennevent. Dafür ist die Gummimischung härter und damit schwieriger auf Temperatur zu bringen. Durch den verminderten Grip sinken die Kurvengeschwindigkeiten, die Autos rutschen mehr, was wiederum für mehr Fehler sorgt.

Alle Gen-3-Autos der aktuellen Saison

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Der Kalender

Von Mitte Januar bis Ende Juli gastiert die Formel E in elf Städten und fährt 16 Rennen. Immer bei den Leuten und entlang der grössten Wahrzeichen der jeweiligen Stadt. Der Saisonauftakt erfolgte in Mexiko City, weiter geht es in Diriyah, Hyderabad, Kapstadt, Sao Paulo, Berlin, Monaco, Jakarta, Portland, Rom und London. Insgesamt führt der Kalender über eine Reisedistanz von knapp 80'000 Kilometer. Die durchschnittliche Formel-E-Strecke 2023 ist 2,75 Kilometer lang und hat 17 Kurven. Wer in der Vergangenheit im Schnitt 11,1 Punkte pro Rennen holte, wurde Formel-E-Champion.

Rennen Datum Austragungsort Rundenlänge Anzahl Kurven Sieger
1 14.01.2023 Mexico City 2,63 Kilometer 19 Jake Dennis
2 27.01.2023 Diriyah 2,49 Kilometer 21 Pascal Wehrlein
3 28.01.2023 Diriyah 2,49 Kilometer 21 Pascal Wehrlein
4 11.02.2023 Hyderbad 2,82 Kilometer 18 Jean-Éric Vergne
5 25.02.2023 Kapstadt 2,94 Kilometer 12 António Félix da Costa
6 25.03.2023 Sao Paulo 2,96 Kilometer 14  
7 22.04.2023 Berlin 2,36 Kilometer 10  
8 23.04.2023 Berlin 2,36 Kilometer 10  
9 06.05.2023 Monaco 3,34 Kilometer 19  
10 03.06.2023 Jakarta 2,37 Kilometer 18  
11 04.06.2023 Jakarta 2,37 Kilometer 18  
12 24.06.2023 Portland noch offen noch offen  
13 15.07.2023 Rom 3,39 Kilometer 19  
14 16.07.2023 Rom 3,39 Kilometer 19  
15 29.07.2023 London 2,09 Kilometer 20  
16 30.07.2023 London 2,09 Kilometer 20  

Die Fahrer und Teams

Spätestens nach dem Abgang vom amtierenden Konstrukteursweltmeister Mercedes war lange unklar, wie es mit der Formel E weitergeht. Die Bedenken waren unbegründet. Mercedes verkaufte das Team an Neom McLaren, die die Motoren von Nissan beziehen. Mit ABT Sportsline kehrt das nach Siegen erfolgreichste Team zurück. Die Allgäuer gehen mit Titelsponsor Cupra und Mahindra-Motoren an den Start. Venturi, ehemaliges Mercedes-Kundenteam mit dem Schweizer Edoardo Mortara, wurde zu Maserati MSG Racing. Weil Techeetah nicht mehr dabei ist, arbeitet DS nun mit Penske zusammen. Komplettiert wird das Feld von Porsche, das Antriebe an Andretti liefert sowie Jaguar, das Envision versorgt.

Für Schweizer Fahrer war die Formel E stets ein gutes Pflaster. Sébastian Buemi, Meister der Saison 15/16, hält mit 13 Siegen weiter den Siegesrekord. Nach zuletzt zwei schwierigen Saisons mit Nissan will der Romande mit Envision zu alter Stärke zurückfinden – der Auftakt in Mexiko gelang schon Mal. Besser lief es für Edoardo Mortara, 2021 Vize-Meister und amtierender Dritter der Gesamtwertung und neu Fahrer bei Maserati MSG Racing. Nach einem Jahr Absenz kehrt Nico Müller im Team von ABT Cupra zurück. In dieser Saison gab es den grössten Line-up-Wechsel in der Geschichte der Formel E, einzig Jaguar behielt sein Fahrerduo. Insgesamt sind fünf ehemaliger Formel-E-Meister am Start.  Auf dem Papier die stärkste Fahrerpaarung hat DS Penske mit dem amtierenden Weltmeister Stoffel Vandoorne und Rekordmeister Jean-Éric Vergne.

Abt Cupra Formula E TeamNico MüllerRobin Frijns

Abt Cupra Formula E Team                                         Nico Müller (Schweiz)         Robin Frijns (Niederlande)

Avalanche Andretti Formula EAndré LottererJake DennisAvalanche Andretti Formula E                         André Lotterer (Deutschland)       Jake Dennis (England)                   

DS PenskeJean-Éric VergneStoffel Vandoorne

DS Penske                                                                       Jean-Éric Verge (Frankreich)        Stoffel Vandoorne (Belgien)       Envision RacingSébastien BuemiNick Cassidy

Envision Racing                                                                          Sébastien Buemi (Schweiz)       Nick Cassidy (Neuseeland)  

Jaguar TCS RacingMitch EvansSam Bird

Jaguar TCS Racing                                                            Mitch Evans (Neuseeland)       Sam Bird (England)Mahindra RacingLucas di GrassiOliver Rowland

Mahindra Racing                                                   Lucas di Grassi (Brasilien)         Oliver Rowland (England)

Maserati MSG RacingMaximilian Günther  Edoardo Mortara

Maserati MSG Racing                                                              Maximilian Günther (Deutschland)         Edoardo Mortara (Schweiz)  

Neom McLaren Formula E TeamJake HughesRené Rast

Neom McLaren Formula E Team                                 Jake Hughes (England)                   René Rast (Deutschland)Nio 333 RacingDan TicktumSérgio Sette Camara

Nio 333 Racing                                                             Dan Ticktum (England)       Sérgio Sette Camara (Brasilien)Nissan Formula E TeamNorman NatoSacha Fenestraz

Nissan Formula E Team                                    Norman Nato (Frankreich)            Sacha Fenestraz (Frankreich)     TAG HEUER PORSCHE FORMULA E TEamAntónio Félix da CostaPascal Wehrlein

Tag Heur Porsche Formula E Team          António Félix da Costa (Portugal)    Pascal Wehrlein (Deutschland)

Alle Formel-E-Fahrer der aktuellen Saison

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Die Regeln

Zunächst ändert sich nicht allzu viel. Die Rennen werden nicht mehr nach Zeit, sondern nach einer bestimmten Anzahl Runden beendet. Gelb- und Safety-Car-Phasen werden mit zusätzlichen Umgängen kompensiert. Zudem gibt es keinen Fanboost mehr, das Qualifying wurde leicht angepasst. Umstritten ist die Tatsache, dass die Dauer des Attack-Modes in jedem Rennen auf vier Minuten begrenzt wurde, wobei jeder Fahrer individuell seine Aktivierungszeit auf 2+2, 1+3 oder 3+1 Minuten aufteilen kann. Irgendwann werden dann auch Boxenstopps namens «Attack-Charge» eingeführt, wobei durch Schnellladetechnik in 30 Sekunden rund 4 kWh Energie in die Batterie eingespeist werden kann.

Round 1 - Mexiko City

Round 2 - Diriyah

Round 3 - Diriyah

Round 4 - Hyderabad

Round 5 - Kapstadt

Die WM-Stände

Fahrer

Rang Fahrer Punkte
1 Pascal Wehrlein 80
2 Jake Dennis 62
3 Jean-Éric Vergne 50
4 Antonio Félix da Costa 46
5 Nick Cassidy 43
6 Sébastien Buemi 41
7 René Rast 38
8 Sam Bird 28
9 Jake Hughes 28
10 Lucas di Grassi 18
11 André Lotterer 18
12 Mitch Evans 14
13 Stoffel Vandoorne 11
14 Norman Nato 11
15 Sérgio Sette Camara 10
16 Dan Ticktum 9
17 Oliver Rowland 8
18 Sacha Fenestraz 7
19 Edoardo Mortara 3
20 Maximilian Günther 0
21 Nico Müller 0
22 Kelvin van der Linde 0
23 Robin Frijns 0

Teams

Rang Team Punkte
1 Tag Heuer Porsche Formula E Team 126
2 Envision Racing 84
3 Avalanche Andretti Formula E 80
4 Neom McLaren Formula E Team 66
5 DS Penske 61
6 Jaguar TCS Racing 42
7 Mahindra Racing 26
8 Nio 333 Racing 19
9 Nissan Formula E Team 18
10 Maserati MSG Racing 13
11 ABT Cupra Formula E Team 0
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