

Amble One: Der neue Lifestyle-Buggy
Grösser, schneller, schwerer: Der Amble One aus Portugal widersetzt sich dem Trend der Autoindustrie. Mit einem Leergewicht von lediglich 450 Kilogramm besetzt der E-Buggy eine neue Fahrzeugkategorie zwischen Golfcart, Strandbuggy und Mondrover.
Wer kann sich noch an den Mini Moke erinnern? Oder den Citroen Mehari? Und natürlich an die berühmten Buggys auf VW-Basis. Unvergessliche Fahrzeuge aus einer Zeit, in der Sicherheit ein Fremdwort war: Kein Dach, keine Türen, kein Problem.

Der Amble One bringt nun diesen Lifestyle zurück – natürlich mit E-Antrieb. Türen? Fehlanzeige. Touchscreens? Nö. Stattdessen sitzt man im Fahrtwind und erlebt die Umgebung mit allen Sinnen. Man riecht das Meer, hört die Grillen und spürt die Abendsonne auf der Haut.

Die Entwickler sprechen sogar von einer neuen Fahrzeugkategorie zwischen Golfcart, Strandbuggy und Personenwagen. Gedacht ist der Amble One für Küstenorte, Weinberge, Ferienresorts, Hotelanlagen, Privatgrundstücke oder kleine Dörfer – überall dort, wo ein normales Auto fast schon überdimensioniert wirkt.
Apple trifft Strandbuggy
Dass der Amble One so aufgeräumt wirkt, ist Mitgründer und Chefdesigner Julian Hoenig zu verdanken. Dieser arbeitete zuvor unter anderem für Audi und Apple. Dort war er an Projekten wie der Apple Watch, Vision Pro und sogar am geheimnisvollen Apple-Car-Programm beteiligt.

Der sichtbare Aluminiumrahmen bleibt bewusst unverkleidet. Die Karosserie besteht aus wenigen modularen Elementen. Verarbeitet werden Aluminium, Leder, Baumwolle und portugiesischer Kork. Selbst die Schrauben bleiben sichtbar und setzen gestalterische Akzente. Die Querstrebe im Cockpit besitzt den Durchmesser eines Motorradlenkers, sodass handelsübliches Fahrradzubehör wie Smartphone-Halterungen, Taschen oder Getränkehalter problemlos montiert werden kann.

Kleine Zahlen, grosse Wirkung
Auch technisch bleibt der Portugiese angenehm bodenständig. Ein 48-Volt-System treibt die Hinterräder über einen 15-kW-Elektromotor an. Das entspricht rund 20 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 65 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert rund 12 kWh und ermöglicht eine Reichweite von über 100 Kilometern.
Mit einem Leergewicht von lediglich 450 Kilogramm bleibt der Buggy deutlich unter der europäischen L7e-Grenze für schwere Quadricycles. Trotz der überschaubaren Leistung beschleunigt der Leichtbau erstaunlich munter. Von null auf 30 km/h vergehen weniger als 2,5 Sekunden.

Auch das Fahrwerk wirkt deutlich erwachsener, als die Optik vermuten lässt. Einzelradaufhängung rundum und grosse 28-Zoll-Räder verleihen dem kleinen Portugiesen mehr Fahrstabilität als vielen klassischen Resort-Carts.
Hotels fahren zuerst
Der Amble One richtet sich zunächst nicht an Privatkunden. Die gesamte Produktion für 2027 ist bereits für Luxushotels, Ferienresorts und touristische Flotten reserviert. Erst ab 2028 sollen erste Privatkunden in Europa und den USA beliefert werden. Der Einstiegspreis liegt bei rund 20 000 Euro beziehungsweise 25 000 Dollar.
Bilder: Amble One


