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Andeer bekommt eine Autobahnkirche

Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron hat eine Autobahnkirche an der A13 in Andeer, Graubünden, entworfen. Sie soll bis Ende 2022 im Rohbau fertig sein und ist nach Erstfeld und Stansstad die dritte Schweizer Autobahnkirche.

Veröffentlicht am 20.02.2020
Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Futuristisch, aber schlicht: Die geplante Autobahnkirche in Andeer.

Während man in Deutschland und anderen Ländern auf Autobahnen oft auf Autobahnkirchen oder besonderen Stätten der Einkehr auf Rastplätzen trifft, sieht es in der Schweiz eher düster aus. Es gibt bisher nur zwei Autobahnkapellen. Die etwas bekanntere steht seit 1998 an der Gotthard-Raststätte bei Erstfeld, Kanton Uri, an der A2 in Fahrtrichtung Nord. Allerdings wird sie stets als „Ort der Besinnung“, nie als Kirche oder Kapelle bezeichnet. Sie wurde seinerzeit von der Zürcher Architektin Pascale Guignard geschaffen.

Der zweite Standort ist die Lopper-Kappelle bei Stansstad, Nidwalden. Das „Chäppili“ wurde laut der Homepage „www.kath.ch“ 1964 vom Industriellen Alfred F. Schindler aus Hergiswil gestiftet und von Moritz Raeber gebaut.

Prominente Architekten, hohe Sichtbarkeit

Im Gegensatz zu vielen Medienmeldungen ist die geplante Autobahnkirche in Graubünden also nicht die erste in der Schweiz. Nichtsdestotrotz wird sie ein sehr prägnantes Bauwerk werden, denn sie soll gut sichtbar auf einem Hügel in direkter Nähe zur Autobahn A13 bei Andeer ihren Platz finden. Erreicht werden kann sie allerdings nicht mit dem Auto, sondern nur zu Fuss vom nahegelegenen Parkplatz.

Das Konzept von Herzog & de Meuron sieht eins futuristisches, aber schlichtes, überirdisches Kirchengebäude vor, das durch einen unterirdischen Raum ergänzt wird, in dem völlige Stille herrscht. Die Kirche soll für „alle Religionen, alle Reisenden und alle Rastenden“ bereit stehen, wie der Stiftungsrat erklärt. Allerdings handelt es sich ganz klar um ein christliches Gebäude, denn im Kirchenraum wird es sowohl ein Kreuz als auch eine zum allgemeinen Gebrauch aufliegende Bibel geben. 

Federführend beim Projekt ist die Interessengemeinschaft Autobahnkirche Andeer-Val Schons. Die beiden Schweizer Landeskirchen begrüssen das Projekt, unterstützen es aber nicht finanziell. Der Rohbau soll Ende 2020 geweiht werden.

Text: Stefan Fritschi / Fotos: Herzog & de Meuron

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