Subaru Impreza 4x4 e-Boxer

Boxer-Trio

Subaru komplettiert seine e-Boxer-Palette. Nach XV und Forester baut künftig auch der Impreza auf die energieeffiziente Hybridtechnologie – und das mit gesteigerter Kraftentfaltung.

Veröffentlicht am 19.02.2020

Nein, Subaru muss sich nicht in Glanz und Gloria schmücken, um ein neues Modell der Presse vorzustellen. Bodenständig wie die Marke und nicht irgendwie überdreht, reichen dem Allradspezialisten Schnee und Eis – das dafür am Polarkreis bei minus zehn Grad Celsius. Also Hülle weg und dort steht er. Fertig! Noch eine kurze Ansprache und dann überlässt man den Japaner seinem Schicksal. Schreiberlinge, Tester und TV-Moderatoren stürzen sich samt Kamerateams auf den Newcomer.

Rund 46 000 Impreza-Einheiten fanden hierzulande seit seiner Markteinführung 1993 den Weg zu den Kunden. Dank strenger CO2-Vorgaben ist man gezwungen, sich des Kompaktmodells anzunehmen, um nicht in die Kostenspirale zu geraten und mit hohen Strafzahlungen belegt zu werden. Forester und XV haben es ja mit dem e-Boxer bereits vorgemacht und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Basis gelegt.

Eben auf der Subaru Global Plattform SGP, die auch vom XV genutzt wird, basiert auch der Impreza. Und dank Toyotas Erhöhung der Beteiligung von 17 auf 20 Prozent sowie der daraus resultierenden Intensivierung der Zusammenarbeit kann man für den Fünftürer ebenfalls ein Stück weit auf die Antriebskomponenten zurückgreifen. Clever gemacht!

Geschickt platziert

Um die Qualitäten des symmetrischen Allradantriebes weiterhin nutzen zu können, sitzt der Elektromotor aber nicht wie beim Prius auf der Hinterachse, sondern ist am Zweiliter-Boxermotor, der 150 PS bereitstellt, angeflanscht. Die 16,7 elektrischen PS werden durch das auf der Hinterachse sitzende 118-Volt-Batteriepack gespeist. Auf das gewährt Subaru eine Garantie von 160 000 Kilometern oder acht Jahre. Geschickt im Unterboden platziert muss man denn auch nicht auf Stauvolumen im Kofferraum verzichten, sodass die 385 Liter weiterhin zur Verfügung stehen. Diese Konstruktion sorgt nicht nur für einen tiefen Schwerpunkt, sondern auch für eine bessere Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.

Okay, die rein elektrische Reichweite von gerade ein mal 1,6 Kilometern bei maximal 40 km/h ist nicht gerade der Burner. Arbeiten die beiden Motoren jedoch im Konglomerat zusammen, soll das gerade im Schiebebetrieb in Verbindung mit der stufenlosen Lineartronic für eine linearere Kraftentfaltung sorgen – und für eine bessere Effizienz. Nur 7,6 Liter soll sich der rund 1,6 Tonnen leichte Fünftürer gönnen. Damit wäre er rund zehn Prozent sparsamer als der Vorgänger. Klar setzen die Japaner weiterhin auf ihren eigenen 4x4-Antrieb. Das hält auch schlimmsten Widerständen stand. Dank einer Art Torque-Vectoring wird bei Bedarf die Kraft auf einzelne Räder übertragen.

Der Weg ist das Ziel

Äusserlich unterscheidet sich der neue Impreza durch eine neue Frontschürze, neue Rücklichter und Felgendesigns vom Vorgänger. Ab Mai stehen für den Impreza e-Boxer drei Ausstattungslinien im Angebot. Schon die Basisversion Advantage glänzt ab 34 150 Franken mit dem Eye-Sight-System, adaptivem Automat, LED-Scheinwerfern, Rückfahr- und Frontkamera sowie Fernlichtassistent und Navi. So scheint man bei Subaru auf dem richtigen Weg zu sein. Erst recht, da in den nächsten Jahren auch mit E-Mobilen zu rechnen ist. Dank der Kooperation mit Toyota sollte man dann doch noch die Kurve kriegen. Sonst wird es teuer.

Text: Jörg Petersen

Bilder: Subaru

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

2020 Subaru Impreza e-Boxer

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