Scuderia ’89 – The Pursuit for Paddle

Fünf legendäre Ferraris – ein Preis

Warum sich die Mühe machen, über Jahrzehnte eine einzigartige Ferrari-Sammlung aufzubauen, wenn man mit der ‘Scuderia ’89 – The Pursuit for Paddle' eine kaufen kann? Fünf legendäre Ferraris, ein roter Faden – und die vielleicht wichtigste technische Innovation der späten 1980er-Jahre.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Sie wollten schon lange eine einzigartige Ferrari-Sammlung besitzen und haben zufällig 20 Millionen Pfund rumliegen? Dann sollten Sie mit Egon Zweimüller Kontakt aufnehmen. Er ist der kontinentaleuropäische Partner von Furlonger Cars in Grossbritannien, dem Spezialisten für einzigartige Fahrzeuge im obersten Preissegment. Sie haben eine einzigartige Kollektion von fünf Ferraris zusammengestellt, die ein ganzes Kapitel Motorsport Geschichte erzählt: «Scuderia ’89 – The Pursuit for Paddle». Diese Sammlung ist keine museale Zeitreise. Sie steht geschlossen zum Verkauf.

Ferrari Tipo 639 und 640 F1

Im Zentrum stehen zwei Formel-1-Wagen der Scuderia Ferrari: der 1988 entwickelte Tipo 639 und der daraus hervorgegangene Tipo 640, der 1989 regulär in der Weltmeisterschaft eingesetzt wurde. Technisch markieren sie einen historischen Bruch.

Erstmals setzte Ferrari auf ein halbautomatisches, elektrohydraulisch gesteuertes Siebengang-Getriebe mit Schaltwippen hinter dem Lenkrad. Die Kupplung wurde nur noch zum Anfahren benötigt. Der Fahrer musste die Hände bei Tempo 300 nicht mehr vom Steuer nehmen – ein kleiner Schritt mit gewaltigen Folgen. Schnellere Gangwechsel, weniger Ablenkung, mehr Kontrolle. Heute Standard in jedem Rennwagen. 

Der Tipo 639, insbesondere Chassis #106, diente als Entwicklungsplattform für den neuen 3,5-Liter-V12-Saugmotor Tipo 035. Nach dem Ende der Turbo-Ära schöpfte der frei atmende Zwölfzylinder bis zu 685 PS bei rund 13 000 U/min. Die frühen Probleme des Getriebes – Stichwort Elektronik und Batterieleistung – wurden gemeinsam mit Magneti Marelli in den Griff bekommen. Der 640 machte das System 1989 endgültig konkurrenzfähig. Beide Modelle haben noch eine besondere historische Bedeutung: Sie gehören zur letzten Generation von Ferrari-Rennwagen, die Enzo Ferrari persönlich absegnete.

Transfer auf die Strasse

Ferrari tat, was Ferrari seit Jahrzehnten perfektioniert hat: Rennsport-Technologie in begehrenswerte Strassenfahrzeuge übertragen. Ankerpunkt der Sammlung ist der Ferrari F40. Vorgestellt 1987, 1989 immer noch das Flaggschiff – kompromisslos, roh, laut. Das hier angebotene Exemplar gilt als erfolgreichster Renn-F40 Grossbritanniens und ist einer von nur rund 30 umgebauten Fahrzeugen jener Zeit. Heute erstrahlt er wieder in der originalen Werksfarbe Rosso Corsa und hat lediglich 24 000 Kilometer auf dem Tacho. 

Der technologische Bogen spannt sich weiter über den Ferrari F50, dessen V12 direkt von Ferraris Formel-1-Triebwerken abgeleitet wurde, bis hin zum Ferrari F355 Spider mit F1-Getriebe. Letzterer war einer der ersten Serien-Ferrari, bei dem Kunden die Schaltwippen-Technologie selbst erleben konnten – ein direkter Transfer aus dem Grand-Prix-Sport in den Alltag.

Rote Ikonen

Was diese fünf Fahrzeuge verbindet, ist eine einzige mechanische Idee: die Verlagerung des Schaltvorgangs vom klassischen Hebel an die Lenkradrückseite. Ein Eingriff, der den Motorsport neu definierte und das Fahrerlebnis auf der Strasse nachhaltig veränderte. «Scuderia ’89 – The Pursuit for Paddle» ist deshalb eine kuratierte Zeitleiste vom Prototyp über den WM-Einsatz bis zur Serienreife. Von der Rennstrecke zur Strasse. Wer diese Sammlung kauft, kann seinen Kumpels was erzählen. Auch wenn sie schon längst eingeschlafen sind. 

Bilder: Simon Furlonger Specialist Cars

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