Giulia GTA

F1 Piloten testen Alfa Romeo Giulia GTA

Die beiden Rennfahrer Räikkönen und Giovinazzi des Teams Alfa Romeo Racing Orlen arbeiten auf der Teststrecke in Balocco an der Abstimmung des 540 PS starken Alfa Romeo Giulia GTA.

Veröffentlicht am 20.10.2020

Formel-1-Fahrer liefern Knowhow für die Abstimmung von supersportlichen Serienfahrzeugen – diese ungewöhnliche Methode hat Alfa Romeo jetzt auf der Teststrecke im norditalienischen Balocco in die Tat umgesetzt. Dort haben Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi vom Formel-1-Teams ‚Alfa Romeo Racing ORLEN‘ die beiden 397 kW (540 PS) leistenden Sondermodelle Alfa Romeo Giulia GTA und Alfa Romeo Giulia GTAm ausführlich getestet. Die Rennstrecke, auf der Alfa Romeo schon seit den 1960er Jahren Rennfahrzeuge entwickelt, ermöglichte es den Grand-Prix-Piloten, das Fahrverhalten der beiden Sportlimousinen am Limit zu erproben und ein direktes Feedback an die Ingenieure zu geben. Basis für die Besprechungen war die historische Werkstatt der ehemaligen Rennabteilung Autodelta in Balocco.

Knowhow aus der Formel 1 für das Projekt GTA

Das exklusive Video, das HIER zu sehen ist, zeigt die ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren von Alfa Romeo und Räikkönen, dem Formel-1-Weltmeister von 2007, sowie Giovinazzi. Die beiden Profipiloten konzentrierten sich auf konkrete technische Vorschläge zur Optimierung von Aerodynamik und Handling der Sportlimousine Alfa Romeo Giulia GTA und der noch einmal extremeren Alfa Romeo Giulia GTAm. Räikkönen und Giovinazzi analysierten am Fahrzeuge vorgenommene Änderungen und gaben ihre Eindrücke von den schnellen Runden auf der Rennstrecke an die Ingenieure weiter. Gemeinsam wurden ausserdem die Auswirkungen auf die Fahrdynamik bewertet.

Giovinazzi konzentrierte sich auf Aussagen zur Aerodynamik der Alfa Romeo Giulia GTAm, wobei er besondere Aufmerksamkeit auf die neuen Karosseriekomponenten aus Kohlefaser und die Radbefestigung legte. Bei der Alfa Romeo Giulia GTAm werden die Räder wie bei einem Rennwagen von einer Zentralmutter statt einzelner Radschrauben gehalten. In Balocco waren Prototypen von darauf ausgelegten Felgen im Einsatz. Die endgültige Form wird ein Fünfloch-Design aufweisen, das in ähnlicher Form bereits am GTAm-Konzeptfahrzeug gezeigt wurde. „Es ist grossartig, die Verbesserungen zu sehen, die wir heute an den Autos vorgenommen haben“, sagte Antonio Giovinazzi am Ende des eintägigen Tests.

Räikkönen seinerseits arbeitete mit Aerodynamikern von Alfa Romeo an den neuen Spoilern für Fahrzeugfront und -heck. Die Alfa Romeo Giulia GTAm ist mit einem verstellbaren Splitter ausgerüstet, der in den vorderen Stossfänger integriert ist. Der neue Heckspoiler ist manuell verstellbar. Räikkönen testete verschiedene Einstellungen auf der Suche nach der optimalen Balance der neuen aerodynamischen Komponenten mit dem hinteren Diffusor und dem verkleideten Fahrzeugunterboden. „Ich denke, wir haben eine perfekte Mischung für Alltagsgebrauch und Einsatz auf der Rennstrecke gefunden“, sagte der Finne.

Giulia GTA testing

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Neue Komponenten für Aerodynamik und Fahrverhalten

Die neuen Aerodynamik-Komponenten der Alfa Romeo Giulia GTAm werden bei Sauber aus Kohlefaser gefertigt. Zu ihnen zählen der vordere Stossfänger, die Seitenschweller, der Diffusor, der Heckspoiler der Alfa Romeo Giulia GTA und der grosse Heckflügel der Alfa Romeo Giulia GTAm. Die Aerodynamik der Alfa Romeo Giulia GTAm kann durch die Verstellmöglichkeiten für Frontsplitter und Heckflügel an die spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Rennstrecken angepasst werden, ganz nach Wunsch des Fahrers.

Die vorangegangenen Aerodynamikversuche im Windkanal beschränkten sich aber nicht nur auf die Karosseriekomponenten. Bei den Sondermodellen Alfa Romeo Giulia GTA und Alfa Romeo Giulia GTAm ist genau wie bei der serienmässigen Topversion Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio der Unterboden verkleidet. Zusammen mit dem neuen Heckdiffusor optimiert diese Konstellation die Strassenlage besonders bei hoher Geschwindigkeit. Die aerodynamischen Komponenten der Alfa Romeo Giulia GTAm erzeugen einen doppelt so hohen Abtriebswert wie bei der Alfa Romeo Giulia GTA und dreimal so hoch wie bei der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio, die bereits Massstäbe in ihrer Klasse setzt.

Das Projekt GTA profitiert von der Partnerschaft zwischen Alfa Romeo und den Abteilungen Engineering und Aerodynamik von Sauber. Das Schweizer Unternehmen schaut auf 50 Jahre Erfahrung im Motorsport zurück, davon 27 Jahre in der Formel 1. Damit verfügt Sauber über unschätzbares Wissen bei Konstruktion und Fertigung von Komponenten aus Kohlefaser sowie über ein fundiertes Knowhow in der Aerodynamik.

Sauber verfügt über einen eigenen Windkanal. Die im schweizerischen Hinwil stehende Anlage gehört zu den leistungsfähigsten in Europa und ist mit modernster Technologie ausgestattet. Die Vorteile der Zusammenarbeit mit Sauber liegen für Alfa Romeo in der schnellen Fertigung von Einzelstücken (Rapid Prototyping) und schliesslich der Serienproduktion dieser Komponenten.

Fotos: Alfa Romeo
Text: Dario Fontana

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