Tag des Schweizer Garagisten

«Jeder Garagist ist eine Marke für sich»

Der AGVS und seine Mitglieder wollen künftig sowohl den Wert als auch den Nutzen des motorisierten Individualverkehrs noch besser vermitteln. AGVS-Zentralpräsident Thomas Hurter rief die Garagisten am «Tag des Schweizer Garagisten» dazu auf, diese Botschafterrolle stärker auszuüben und sich zu Mobilitätsberatern weiterzuentwickeln.

Veröffentlicht am 20.01.2022

In den Fokus seiner Eröffnungsrede rückte Thomas Hurter die Rolle des AGVS als Interessenvereinigung des motorisierten Individualverkehrs (MIV). «Wir setzen uns für ein Gut ein, das höchst systemrelevant ist, aber gleichzeitig auch in der Kritik steht – und das seit Jahrzehnten. Eine etwas schizophrene Situation», sagte er und verwies in der Folge auf die Vorteile des Autos. Es bestimme unseren Alltag und die Art, wie wir einkaufen, zur Arbeit fahren, die Freizeit gestalten oder Personen und Waren transportieren. «Über den Transport von Gütern hinaus hat die Automobilität massgeblich zu unserem Wohlstand beigetragen. Es überrascht denn auch nicht, dass die Nutzung eines Autos für alle Generationen wichtig ist.»

Der AGVS engagiert sich zusammen mit Auto-Schweiz, Avenergy Suisse, dem Schweizerischen Gewerbeverband sgv und weiteren Partnern zugunsten der über 100 Millionen Personenkilometer, die jährlich vom privaten Personenverkehr geleistet werden. Damit erbringt der MIV 80 Prozent der geleisteten Personenkilometer gegenüber den 20 Prozent auf der Schiene. «Lassen Sie uns deshalb alle zu Botschaftern werden, zu Botschaftern einer Errungenschaft, auf der ein grosser Teil unseres Wohlstandes basiert: der individuellen Mobilität», ermunterte Thomas Hurter die Teilnehmenden der Fachtagung. «Und indem wir alle in diese Botschafterrolle steigen, schicken wir ein wichtiges und zukunftsweisendes Signal an Politik und Verwaltung: Wir tragen die Ziele einer kontinuierlichen CO2-Reduktion im Strassenverkehr mit.» Der Garagist tut dies am besten, in dem er sich als erster Ansprechpartner der Automobilisten kontinuierlich zum Mobilitätsberater entwickelt.

Gleich zu Beginn der Tagung wandte sich Hurter mit einem Sprichwort an die Gäste im Berner Kursaal. «If it’s not broken don’t fix it» – oder frei übersetzt: «Eröffne keine grossen Baustellen, wo es gut läuft.» Der im vergangenen Herbst neu gewählte AGVS-Zentralpräsident konstatiert, dass der Verband sehr gut aufgestellt sei. Dafür lobte er alle Beteiligten: «Das verdanken wir allen Garagisten, Partnern, Mitarbeitenden in den Sektionen, in der Geschäftsstelle, den beiden Geschäftsleitern Olivier Maeder und Markus Aegerter, den Mitgliedern des AGVS-Zentralvorstands und den AGVS-Partnern. Und selbstverständlich auch meinem Vorgänger und AGVS-Ehrenpräsident Urs Wernli.»

Operativ läuft also vieles zur Zufriedenheit, was aber nicht heisst, dass sich der AGVS ausruht. Potenzial ortet Hurter im gesellschaftlichen und politischen Engagement. «Dazu gehört die Wahrnehmung des AGVS und seiner Mitglieder einerseits als eigenständige und leistungsfähige politische Kraft und andererseits als Teil eines starken Partnernetzwerks zugunsten der Strasse», erklärte er. Das Motto der Tagung – «Der Garagist – eine Marke für sich» – sei deshalb aus gutem Grund gewählt. «Wir sind der Überzeugung, dass jedes AGVS-Mitglied, jeder AGVS-Betrieb ein unverwechselbarer Brand ist oder werden will.»

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