

Chinesisch mit spanischem Akzent
Leapmotor gibt Gas. Am Pariser Autosalon präsentieren die Chinesen den neuen Elektro-Kleinwagen B03 und das luxuriöse SUV D19. Gleichzeitig startet die Produktion des B10 in Spanien. Damit ist klar: Leapmotor ist gekommen, um zu bleiben.
Vor zwei Jahren kannte in Europa kaum jemand Leapmotor. Heute baut die chinesische Marke ihr Händlernetz stetig aus und erweitert die Modellpalette im Eiltempo. In Paris stehen gleich zwei Neuheiten im Rampenlicht: der kompakte B03 und das neue Flaggschiff D19.

Zwerg und Flaggschiff

Erschwingliche Elektromobilität muss nicht Verzicht bedeuten. Der Leapmotor B03 leistet bis zu 145 kW/197 PS und schafft gemäss WLTP bis zu 390 Kilometer. Dank Schnellladetechnik soll sich der Akku in nur 21 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen. Innen gibt es erstaunlich viel Platz, über 30 Ablagefächer und reichlich Bildschirmfläche: 14,6 Zoll in der Mitte, 8,8 Zoll vor dem Fahrer. Was der kleine Chinese kosten wird, ist noch nicht bekannt. Und genau das dürfte die spannendste Zahl werden.

Am anderen Ende der Modellpalette steht der D19. Das neue SUV-Flaggschiff bietet sechs oder sieben Sitzplätze, ein adaptives Fahrwerk und eine luxuriöse Ausstattung. Für grosse Reichweiten setzt Leapmotor auf seine Super-REEV-Technologie mit Range Extender. Ob der D19 überhaupt nach Europa kommt, ist allerdings noch offen.
Made in Spain

Strategisch fast wichtiger als die beiden Neuheiten ist der Produktionsstart des B10 in Zaragoza. Gemeinsam mit Stellantis baut Leapmotor künftig Elektroautos direkt in Europa. Das spart Transportwege und könnte die Wettbewerbsposition gegenüber europäischen Herstellern stärken.

PS: An der Auto Zürich vom 5. bis 8. November feiert der B03 seine Schweizer Premiere. Marktstart ist im ersten Quartal 2027.
Bilder: Leapmotor


