Nissan-Werk Barcelona

Nissan schliesst Fabrik in Barcelona

Nissan muss den Fabrikkomplex um die Werke Zona Franca, Montcada i Reixac und Sant Andreu de la Barca in Barcelona nun definitiv per Ende 2021 schliessen. Die Schliessung war schon vor einem Jahr geplant gewesen, weil die dort produzierten Modelle Navarra, e-NV200 oder Renault Alaskan auslaufen oder an anderen Standorten hergestellt werden sollen. Gespräche mit Ineos zum Bau des Grenadier verliefen im Sand, da Ineos sich für das ehemalige Smart-Werk Hambach entschieden hat, und auch die Hoffnung, dass der chinesische Hersteller Great Wall die Fabrik übernimmt, zerschlugen sich vor wenigen Tagen.

Veröffentlicht am 14.12.2021

Der chinesische Autokonzern Great Wall hat laut dem Fachportal "automobilwoche.de" in letzter Minute sein Interesse an dem Nissan-Fertigungswerk bei Barcelona zurückgezogen. Great Wall bestätigte am Angaben der spanischen Gewerkschaften, wonach der chinesische Hersteller seine Idee für eine Weiternutzung des grossen Montagewerkes aufgegeben hat.

Mit der fest terminierten Schliessung des Werkes zum Jahresende in wenigen Tagen verlieren die betroffenen rund 1600 Mitarbeiter damit ihre größte Hoffnung auf eine neue Beschäftigung am bisherigen Arbeitsort.

Great Wall hatte in den vergangenen Wochen bereits signalisiert, dass eine Produktion im bisherigen Nissan-Werk nur unter bestimmten Bedingungen möglich werde. Schon zuvor hatte Great Wall seine ursprüngliche Prognose revidiert, die Jahresproduktion relativ schnell von geplanten 150.000 Autos auf 300.000 zu verdoppeln.

Spaniens Industrieministerium hatte zunächst Beihilfen in Höhe von 100 Millionen Euro vorgeschlagen, was nahezu der der Hälfte aller geplanten Investitionen entsprochen hätte. Doch diese Beihilfen waren auch an das schnell zu erreichende höhere Produktionsvolumen gekoppelt.

Zwar schlug die Regierung dann im November vor, die Förderung auch bei einer geringeren Produktionsmenge zu erhöhen, doch sollte sich dann Great Wall zu der Investition bindend erklären. Genau das ist nun ausgeblieben.

Text: Stefan Fritschi und Automobilwoche.de
Fotos: Nissan

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