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Porsche Macan EV – neue Details zur Batterie

Der Porsche Macan EV steht wie einige kommende Audi-Modelle auf der PPE, der Premium Platform Electric. Nun sind von einem Ladenetzbetreiber einige Details zur Batterieleistung veröffentlicht worden.

Veröffentlicht am 09.08.2022

Elektromobilität ist für Porsche ein lohnendes Geschäft. Der Taycan verkauft sich bestens und man verdient gutes Geld mit ihm. Doch es soll nicht nur bei der luxuriösen Sportlimousine bleiben, wenn es um die Elektrifizierung der Stuttgarter Modellpalette geht. Herzstück der Antriebswende wird der kommende Porsche Macan EV bilden.

Der Porsche Macan EV baut auf einer Gemeinschaftsplattform

Wie schon beim grossen Taycan, der sich seine technische Basis mit dem Audi etron GT teilt, steht auch der neue Porsche Macan EV auf einer Gemeinschaftsplattform. Die Premium Platform Electric, kurz PPE, hatte allerdings Software-bedingt ein paar Anlaufschwierigkeiten. Diese waren dem Vernehmen nach auch ein Grund, warum Konzernchef Diess den Hut nehmen musste und Oliver Blume von Porsche nun den Gesamtverbund leitet.

Technische Daten der PPE auf Augenhöhe mit den Marktführern

Während die Audi A6 und Q6 etron-Modelle noch etwas auf sich warten lassen dürften – wir rechnen mit einem Erscheinungsdatum in 2023 – dürfte sich der kommende elektrische Macan bereits in Kürze zeigen. Die technischen Details der PPE sind indes schon etwas länger bekannt. Auch die Batterie der kommenden Plattform wird auf 800V-Technologie arbeiten und in der Spitze mit bis zu 270kW nachladen können.

Ladeanbieter Fastned veröffentlicht Informationen von Prototypen

Verifizieren lassen sich die Spitzenwerte aktuell noch nicht, doch der Ladeanbieter Fastned hat kürzlich die Ladekurven von vier Schnellade-Sitzungen von PPE-Prototypen geteilt. Alle Ladungen wurden bei Ladeständen um 30 Prozent SoC gestartet und kamen direkt auf Leistungen um 200 Kilowatt. Ab 40 Prozent fiel die Leistung auf Werte zwischen 175kW und 150kW ab, wurde aber dort bis etwa 65 Prozent gehalten, um dann linear bis 80% auf 100 Kilowatt abzufallen.

100kWh-Batterie möglich in der grössten Ausbaustufe

Die Werte von Fastned decken sich mit den von Audi und Porsche kommunizierten Angaben zur Schnelladefähigkeit. Sowohl der Porsche Macan EV, als auch die Audi-Modelle würden sich hier in die Spitzengruppe der aktuellen EV-Generation einsortieren, auf Augenhöhe mit Taycan und den Hyundai-Kia-Modellen Ioniq 5, EV6, Genesis GV60 und Co. Die Batteriegrösse ist allerdings mit 100kWh deutlich grösser als beim Taycan und auch deutlich grösser als bei der koreanischen Konkurrenz. Hier spielt die PPE in einer Liga mit Tesla und den EQS-Modellen von Mercedes-Benz.

Deutlich geringerer Energieverbrauch versprochen

Spannend ist neben der Batterieleistung auch der neu-entwickelten Antrieb der PPE. Es wird verschiedene Permanenterregte-Synchron-Maschinen geben, die in Kombination mit Allrad und Zwei-Motor-Variante auch durch eine Asynchron-Maschine unterstützt werden. Hier soll die PPE gegenüber älteren Plattformen bis zu 20% weniger Energie verbrauchen – womit der Porsche Macan EV seinen grossen Bruder Taycan an der Ladesäule schlagen würden. Zwar nicht in Sachen Ladeleistung, aber auf Grund der geringeren benötigten Energiemenge beim Nachladen.

Text: ai Online Redaktion/FM
Bilder: Hersteller

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