CES Las Vegas 2022
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Skate – Soll das der Citroën der Zukunft sein?

Citroën zeigt an der CES Las Vegas den autonom fahrenden Transportroboter Autonomous Mobility Vision: Das Konzept kombiniert eine autonome Technologieplattform – Citroën Skate – mit diversen Aufbauten für unterschiedliche Anwendungszwecke. Die Idee dabei ist, dass Skate die ganze Zeit unterwegs ist und seine Transportkapazitäten zur Verfügung stellt. Skate kann von Modulen, welche Menschen oder Waren transportieren, genutzt werden. Uns überzeugt die Studie nicht. Warum? Lesen Sie den Kommentar am Ende des Berichts.

Veröffentlicht am 06.01.2022

Der Citroën der Zukunft ist nur noch ein Rollbrett, ein Skate. Es soll autonom fahren und wird der Öffentlichkeit auf Abruf zur Verfügung gestellt. Es kann mit Kabinen für den Personentransport oder mit Warencontainern bestückt werden. Der private oder kommerzielle Kunde besitzt oder mietet dabei kein selbst angetriebenes Vehikel mehr, sondern nur noch das Modul. Den Antrieb bestellt er bei Citroën.

Das Citroën Skate ist eine urbane Mobilitätslösung, die in allen Stadtzentren auf speziellen Fahrspuren verkehren kann, um eine flüssige und optimierte Mobilität zu gewährleisten. Autonom, elektrisch und über Induktion aufladbar, kann das Citroën Skate fast ununterbrochen 24/7 arbeiten und sich bei Bedarf automatisch an speziellen Ladestationen aufladen. Die von Goodyear entwickelten Kugelräder können sich in alle Richtungen drehen.

Diese gemeinsame und autonome Lösung bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Es reduziert den Verkehr in Grossstädten und macht Parkflächen für unbenutzte Autos überflüssig. Zudem ist es vielseitig einsetzbar und deutlich kostengünstiger als ein autonomes Einzelfahrzeug.

 

Text: Stefan Fritschi
Fotos: Citroën

Kommentar: Das Ende der Automobilindustrie?

Soweit die Fakten, aber was sind die Folgen, wenn sich solche Fahrzeuge durchsetzen sollten? Es dürfte ganz einfach das Ende der Autoindustrie bedeuten. Denn bei solchen Konzepten entfallen die bisher so bedeutenden Komponenten wie das Konfigurieren, die Vorfreude, der Kauf und Besitz oder die individuelle und private Nutzung.

Damit entfällt auch die Markenbindung. Denn Hand aufs Herz: Mir ist es völlig egal, wer mir mein "Skate" für meinen Aufsatz liefert. Auf Citroën würde ich gar nicht kommen, diese Marke steht für ganz andere Werte. Diese Studie ist somit mehr ein öffentliches Verkehrsmittel, kein Auto. Und dort nehme ich auch den Dienstleister, etwa die SBB oder die Tramgesellschaft wahr, nicht den Hersteller der Zugkomposition. Somit schaufelt sich Citroën hier das Grab selbst.

Schlauer wäre gewesen, sich an einem Start-up zu beteiligen, das diese Skates herstellt. Das berühmte Citroën-Logo sollte niemals auf solch einem fahrbaren Untersatz prangen...

Stefan Fritschi

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