Emil Frey Racing

Unglückliches Wochenende für Emil Frey Racing am Nürburgring

48 teilnehmende GT3-Fahrzeuge auf dem Grid, Rennabbruch der #163 aufgrund von Kontakt mit Porsche und Fahrer Ricardo Feller stoppt aus gesundheitlichen Gründen die #14.

Veröffentlicht am 08.09.2020

Rennen - Sonntag

Ein stolzes Line-Up von insgesamt 48 Fahrzeugen ging am Sonntag am Nürburgring in den rollenden Start. Die Spannung liess nicht lange auf sich warten, denn für den Lamborghini mit der #163 war es ein nervenaufreibender Start! Dem Spanier Albert Costa gelang ein guter Start und er konnte in der ersten Kurve direkt zum Überholmanöver ansetzen. Bei diesem Manöver wurde die #163 von einem Porsche touchiert, was ein Boxenstopp zur Folge hatte. Die daraus entstandenen technischen Probleme zwangen den Lamborghini zu einem frühzeitigen Rennabbruch. Beim Geschwisterauto mit der #14 verlief der Start von Mikael Grenier ohne besondere Ereignisse. Er positionierte sich während seinem einstündigen Stint auf Platz 12 und übergab den Lamborghini seinem Teamkollegen Norbert Siedler. Dieser fuhr nach einem eingelegten Boxenstopp auf P10.
Ein Fehler eines Porsche-Fahrers wurde zwei Stunden vor Rennschluss zum Vorteil für Grenier, der dann auf P8 rutschte. Ricardo Feller übernahm anschliessend den Lamborghini und legte mit der Crew #14 einen souveränen Boxenstopp hin. Das Team von Emil Frey Racing gewann dadurch zwei Positionen und sicherte sich den sechsten Platz. Doch die Freude hielt nicht lange an: Ricardo Feller klagte über Unwohlsein aufgrund eines starken Benzingeruchs im Fahrzeug und sah sich deshalb gezwungen, das Rennen frühzeitig abzubrechen. Der Grund für den starken Benzingeruch wird von Emil Frey Racing momentan noch untersucht. Somit endete das Rennwochenende am Nürburgring für beide Lamborghinis des Emil Frey Racing Teams ohne eine Punktesammlung.

Emil Frey Racing

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Fahrerstimmen Lamborghini Huracán GT3 EVO #163

Albert Costa Balboa (ESP)
Das war ein echt unglückliches Rennwochenende. Ich wusste, dass ein langes Rennen bevorstand und einen solchen Start natürlich nicht geplant. Ich sah die Möglichkeit, den Porsche zu überholen. Als ich hinter ihm war und ihn überholte, wollte ich die Position innen beibehalten und er dachte und machte dasselbe wie ich. Er hat beim Abbiegen nicht in den Spiegel geguckt und dachte, ich sei hinter ihm. In Wirklichkeit war ich aber bereits neben ihm in der Kurve, wo er mich dann tuschiert hat. Ich entschuldige mich bei meinen Fahrerkollegen, da sie meinetwegen nicht fahren konnten und auch beim gesamten Team. Wir wollten in Hinsicht auf das 24-Stunden-Rennen von Spa einige Kilometer fahren. Das ist wohl der Rennsport, schätze ich. Jetzt müssen wir uns auf das Rennen nächste Woche in Magny-Cours konzentrieren, wo ich wieder mein Bestes geben werde.

Giacomo Altoè (ITA)
Nach dem Qualifying war ich sehr zuversichtlich! Wir haben uns an diesem Wochenende so sehr verbessert und es wäre schön gewesen das Rennen zu Ende zu fahren um zu sehen, was wir erreichen können! Nichtsdestotrotz haben wir auf der Strecke eine gute Leistung gezeigt. Ich möchte dem Team und meinen Fahrer-Kollegen für die harte Arbeit danken!

Franck Perera (FR)
Nach all dem, was das Team und die Fahrer an diesem Wochenende gezeigt haben, finde ich es sehr schade, wie es am Ende ausgegangen ist. Wir haben wirklich viel Zeit investiert, was sich im Qualifying ausbezahlt und die Plätze 3 und 14 ermöglicht hat. Was heute am Rennen passiert ist, ist natürlich eine Schande. Es ist, wie es ist und wir können es nicht mehr ändern. Wir nehmen nun die positiven Dinge aus dem Wochenende mit und das sind nicht wenige! Ich persönlich befasse mich bereits mit dem nächsten Langstreckenrennen in Spa und glaube, dass wir alles haben, um dort ein Mega-Ergebnis zu erzielen. Ich bin gespannt darauf. Ich wünsche meinen Kumpels nächste Woche für das Sprintrennen in Magny-Cours viel Glück!

Fahrerstimmen Lamborghini Huracán GT3 EVO #14

Norbert Siedler (AUT)
Mein Stint war ganz gut, obwohl ich am Schluss immer hinter dem Lamborghini mit der #63 festgehangen bin. Weder Cardarelli noch Mapelli haben Fehler gemacht. Ich war zwar sehr knapp davor, zu überholen, habe mich dann doch umentschieden, da er die Türe zugemacht hat. Ich war fest davon überzeugt, dieses Auto zu sichern, da noch drei Stunden Rennzeit vor uns lagen. Der Lamborghini war sehr gut zu fahren und bestimmt schneller als die #63, daher liegt bis ans Ende der Saison noch einiges drin.

Mikaël Grenier (CAN)
Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem Rennwochenende. Wir konnten seit dem letzten Rennen in Imola viele Optimierungen vornehmen. Ich möchte an dieser Stelle dem Team, aber auch speziell den Mechanikern danken, die im Boxenstopp hervorragende Arbeit geleistet haben. Ich bin gespannt, was das Team hinsichtlich des Benzingeruchs herausfindet und bin dennoch sehr positiv für die kommenden Rennen gestimm

Text: Dario Fontana
Fotos: emilfreyracing.com

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