TCS-Sommerreifentest 2026

Wenn billig plötzlich teuer wird

Wer am Gummi spart, spart am falschen Ende. Das merkt man leider erst dann, wenn es zu spät ist. Man kann beim Auto über Farbe, Felgen oder Soundsystem streiten. Beim Reifen nicht.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Nur gerade eine Handbreit klein ist der Kontakt des Autoreifens mit der Strasse. Ein Auto ist also immer nur so sicher, wie es seine Reifen sind. Auch wenn alle Reifen rund und schwarz sind, gibt es grosse Unterschiede. Nicht nur preislich, sondern auch qualitativ. 

Warum mehr bezahlen? Der aktuelle Test des Touring Club Schweiz liefert eine klare Antwort: Weil zwischen «rund und schwarz» und «wirklich gut» Welten liegen.

Getestet wurden 16 Sommerreifen der Dimension 225/50 R17 98W/Y – eine typische Grösse für Mittelklasse-Modelle wie Audi A4, BMW 3er oder Volvo V60. Bewertet wurde nicht nach Bauchgefühl, sondern in 15 Disziplinen, aufgeteilt in Fahrsicherheit und Umweltbilanz. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Drei Reifen überzeugen restlos

Ganz oben auf dem Podest:

  • Continental PremiumContact 7
  • Pirelli Cinturato C3
  • Goodyear EfficientGrip Performance 2

Sie liefern konstant starke Leistungen auf trockener wie nasser Fahrbahn, kombiniert mit guter Laufleistung und geringem Abrieb. Keine Allüren, keine Ausrutscher – einfach solide Performance. So muss es sein.

Gut – aber mit kleinen Macken

Knapp dahinter folgen bekannte Namen wie der Michelin Primacy 5 oder der Bridgestone Turanza 6. Interessant: Der Michelin glänzt bei der Umweltbilanz, schwächelt jedoch bei der Fahrsicherheit auf trockener Strecke. Der Bridgestone punktet ökologisch, zeigt aber leichte Defizite im Fahrverhalten. Man merkt: Perfektion ist schwierig – Ausgewogenheit entscheidend.

Das Problem mit den Budgetreifen

Richtig deutlich wird es am Tabellenende. Drei sogenannte Budgetreifen – alle aus chinesischer Produktion – landen auf den letzten Plätzen. Besonders lehrreich ist der Fall des Linglong Sport Master: Er erzielt Bestwerte auf nasser Fahrbahn – und wird trotzdem Gesamtschlusslicht. Warum? Weil er auf trockener Strecke massiv schwächelt und zudem die geringste Laufleistung sowie den höchsten Abrieb im Feld zeigt. Ein Reifen darf nicht nur eine Sache gut können. 

Wer viele Kilometer fährt, sollte einen Reifen wählen, der sowohl in der Fahrsicherheit als auch in der Umweltbilanz gut abschneidet. Alles andere ist ein Spiel mit unnötigem Risiko.

Bilder und Tabellen: TCS

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