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Chevron B16 – ist er der schönste Rennwagen?

Mit dem Chevron B16 schicken wir den nächsten Kandidaten in den Wettbewerb um den schönsten aller Rennwagen. Haben Sie noch weitere Vorschläge?

Veröffentlicht am 20.10.2021

Chevron hätte gross werden können. Die Engländer bereiteten sich 1978 nach vielen Erfolgen in der Formel 2 auf den Einstieg in die höchste Rennsportklasse vor, als der Gründer der Marke, David Bennett, bei einem Unfall mit einen Hängegleiter tödlich verunglückte. Die Marke bestand zwar irgendwie noch bis 1983, doch mit Bennett war die treibende Kraft verloren gegangen.

Der Nordengländer Bennett hatte Chevron 1965 gegründet. Obwohl er nicht studierter Ingenieur war, konstruierte er aussergewöhnlich schnelle und vor allem auch schöne Rennwagen, was seiner Liebe zu Flugzeugen zugeschrieben wird. Und weil er auch ein talentierter Rennfahrer war, fuhr er die meisten Tests auch gleich selber. Seine Fahrzeuge waren in der Formel 3, der Formel 2 und auch der Formel 5000 erfolgreich.

Der Chevron B16 gewinnt gleich das erste Rennen

Doch Chevron konstruierte auch Sportwagen, vom B3 bis zum B8, die es mit BMW- und Ford-Motoren gab. Als Nachfolger kam dann 1969 der B16, zuerst mit einem 1,6-Liter-Ford-Cosworth. Gleich beim ersten Rennen, den 500 Kilometern auf dem Nürburgring, konnte Brain Redmann einen viel beachteten Sieg einfahren (übrigens vor Toine Hezemans auf einem Abarth 2000 Sport Spider). Bis 1971 waren die B16 auf jeden Fall für Klassensiege gut.

Später erhielt der Chevron B16 auch eine 1,8-Liter-Variante des Cosworth, 2-Liter-BMW-Motoren und sogar einen Wankelmotor von Mazda. Insgesamt wurden 23 Chevron B16 gebaut, darunter auf Veranlassung von Brian Redmann auch ein einziger Spyder. Von den B16 entstanden später auch Nachbauten, meist als Kit-Cars, aber seine Form kann halt heute noch begeistern.

Chevron B16 oder Abarth SE 010?

Wir hatten kürzlich gefragt, welches denn der schönste aller Rennwagen ist – und den Abarth SE 010 vorgeschlagen. Darauf kam der Chevron ins Spiel, den wir hier vorstellen. Gerne erwarten wir weitere Vorschläge.

Text: Peter Ruch; Photos: RM Sotheby's

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