

CUPRA Born – mehr Biss, mehr Bits
Der erste vollelektrische CUPRA zündet die nächste Evolutionsstufe. Und wirft die Frage auf: Ist es noch ein Facelift? Der CUPRA Born 2026 hat mehr Attitüde, ist leidenschaftlicher und fährt erst noch weiter.
CUPRA darf vieles, was die anderen im Volkswagen-Konzern nicht dürfen. Während seine Brüder und Schwestern Anzug oder Funktionskleidung tragen müssen, ist CUPRA der Typ im Hoodie. Das nennt sich intern Challenger Brand – also Herausforderer. Einer, der bewusst aneckt, statt es allen recht zu machen.

Während Volkswagen versucht, möglichst viele Bedürfnisse abzudecken, konzentriert sich CUPRA auf einen einzigen: den emotionalen. Design wird hier nicht nur als Form verstanden, sondern als Branding. Und man sieht es dem Born jetzt deutlicher an als je zuvor. Der CUPRA Born hat zwar die gleichen Gene wie der VW ID.3, bekommt aber mit dem Update mehr Attitüde, mehr Drama, mehr Leidenschaft.

MEB-Plattform

Die technische Basis bleibt unangetastet. Der Born steht weiterhin auf der MEB-Plattform. Zwölf Millimeter wächst er in der Länge auf 4336 Millimeter. Und doch wirkt das Update grösser, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Das liegt am Design. Der Born trägt jetzt das neue CUPRA-Gesicht – mit markanter Sharknose-Front, dreieckiger Lichtsignatur und einem beleuchteten Logo am Heck. Dazu kommen neue Stossfänger, schärfere Linien und Felgen bis 20 Zoll mit 235er-Reifen. Der Unterschied ist deutlich und verspricht mehr Charakter.

Bewusster Materialmix
Im Innenraum hat sich mehr getan als aussen. Das Infotainment wächst auf 12,9 Zoll, das Cockpit springt auf 10,25 Zoll. Entscheidender ist: CUPRA bringt wieder physische Tasten ans Lenkrad zurück. Dazu kommen ein bewusst inszenierter Materialmix und ein Armaturenbrett, das zu bis zu 75 Prozent aus recycelten Stoffen besteht.

Der Innenraum erinnert an einen Lounge-Club. Ambient-Light, Sennheiser-Soundsystem mit emotional abgestimmtem Klang, digitale Spielereien wie ein Augmented-Reality-Head-up-Display und Mobile Key.
Schnell und effizient

Auch beim Antrieb legt CUPRA nach. Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl: 140 kW (190 PS) mit 58-kWh-Batterie und bis zu 484 Kilometer Reichweite, 170 kW (231 PS) mit 79 kWh und bis zu 627 Kilometer sowie das Topmodell VZ mit 240 kW (326 PS), ebenfalls 79 kWh und bis zu 631 Kilometer Reichweite. Letzteres beschleunigt in 5,6 Sekunden auf 100 km/h, liefert 545 Nm Drehmoment und erreicht 200 km/h Spitze. Der Born will nicht nur effizient sein, sondern auch schnell.

Geladen wird mit bis zu 183 kW, der Sprint von zehn auf 80 Prozent dauert rund 29 Minuten. Solide Werte. Neu ist dafür Vehicle-to-Load: Strom für externe Geräte – vom Laptop bis zum E-Bike.
Launch Control
Fahrdynamisch schärft CUPRA ebenfalls nach. Launch Control, One-Pedal-Drive, bis zu 15 Stufen im adaptiven Dämpfersystem und breitere Reifen sorgen für mehr Grip und mehr Spieltrieb.

Unterm Strich bleibt die Plattform gleich, die Hardware weitgehend bekannt – doch Charakter, Auftritt und Erlebnis wurden spürbar geschärft. Der Born bleibt, was er war. Nur endlich so, wie er sein sollte.
Bilder: CUPRA


