

Hola, Cupra Raval – Rebellion von unten
Der Cupra Raval ist nicht irgendein neuer Hot Hatch mit Stecker. Der kleine Spanier ist der Erstgeborene einer neuen Generation der Volkswagen-Familie. Er markiert das Revier für seine Geschwister auf MEB+-Basis, die in Spanien entwickelt und gebaut werden.
Tief, bullig und selbstbewusst stellt sich der Cupra Raval der Weltöffentlichkeit vor. Der kleine Elektroflitzer sieht nicht aus, als ob er Spass versteht. Schmale LED-Scheinwerfer, optional Matrix-Technik, dazu ein beleuchtetes Logo sowie kupferfarbene Akzente: Der Raval ist der Coole in der Schule.
Sweet Spot

Unter der Karosserie steckt bewährte, aber nachgeschärfte Technik. Alle Versionen fahren mit Frontantrieb, zur Wahl stehen mehrere Leistungsstufen bis hin zu 226 PS im Topmodell. 0 auf 100 km/h in rund 6,9 Sekunden, 175 km/h Spitze. Damit das Ganze nicht nur auf dem Papier so aussieht, hat Cupra das Fahrwerk tiefergelegt, straffer abgestimmt und optional mit adaptiven Dämpfern versehen. Dazu kommen ein elektronisches Sperrdifferenzial, breitere Reifen, mehr negativer Sturz und eine direktere Lenkung. Oder mit anderen Worten: perfekte Balance für einen Hot Hatch, um Spass zu haben und dennoch einen Parkplatz zu finden. Dank Remote-Parkassistent per Smartphone kann der Raval sogar selbst einparken, während man daneben steht und zuschaut.

Zwei Batterien stehen zur Wahl: eine kleinere LFP-Batterie für die Basisversionen sowie eine grössere NMC-Batterie für die stärkeren Modelle. Die Reichweite liegt je nach Version zwischen rund 300 und 450 Kilometern. Geladen wird mit 11 kW AC und bis zu rund 100 kW DC. Im Idealfall geht es in rund 20 bis 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent.
Grösser als man glaubt
Mit 4,05 Metern Länge, 1,78 Metern Breite und 1,52 Metern Höhe spielt der Raval formal in der Kleinwagenliga. Doch optisch wirkt er deutlich grösser. Die ausgestellten Radhäuser, die breitere Spur und die knackigen Proportionen geben ihm eine fast schon bullige Präsenz.

Der Radstand von rund 2,6 Metern ist für diese Klasse lang und sorgt dafür, dass auch im Fond nicht gleich Platzangst ausbricht. Vier Erwachsene? Geht. Und das Gepäck dazu gleich mit: Der Kofferraum fällt klassenüblich grösser aus und reicht locker für den Alltag.
Natürlich Sportsitze
Cupra wäre nicht Cupra ohne einen gewissen Hang zur Übertreibung. Selbst im kleinsten Modell der Marke gibt es Sportsitze – bis hin zu echten Schalensitzen. In einem Elektro-Kleinwagen. Schon die Basisversion bringt erstaunlich viel mit: Rückfahrkamera, Einparkhilfe, beheizte und elektrisch verstellbare Sitze, induktives Laden fürs Smartphone.

Das neue 10,25-Zoll-Digitalcockpit macht das, was ein Cockpit tun soll: Informationen sichtbar darstellen. Dazu kommt ein 12,9-Zoll-Infotainment mit Android-Basis und integrierten Google-Funktionen. Immerhin: Am Lenkrad gibt es wieder echte Tasten.

Marktstart und Preis
Keine Frage: Der Cupra Raval ist eine Ansage. Er ist der Erstgeborene der neuen urbanen VW-Elektrofamilie auf MEB+-Basis. Gemeinsam mit Skoda Epiq sowie den kommenden VW-Modellen ID.Polo und ID.Cross wurde er in Spanien entwickelt.
Dass ausgerechnet Cupra das erste Serienmodell präsentieren darf, ist kein Zufall. Die Spanier sind längst mehr als nur die sportliche Spielwiese des Konzerns – sie sind sein emotionaler Vorreiter. Der Raval markiert das Revier für seine Konzerngeschwister. Und wer will sich schon mit einem solch grimmigen Kollegen anlegen?
Marktstart ist 2026. Der Einstiegspreis: rund 26 000 Franken.
Bilder: Cupra


