

Hyundai: Die grosse K-Pop-Show
Hyundai lässt es in Paris ordentlich krachen. Gleich drei SUV-Premieren, ein elektrischer Transporter, künstliche Intelligenz und ein Roboterhund: Die Koreaner zeigen, dass sie längst mehr können als nur Autos bauen.
Am Pariser Autosalon präsentierten die Koreaner eine wahre Modelloffensive. Im Mittelpunkt stehen der neue Bayon, der neue Tucson samt sportlicher N Line und der elektrische Staria Cargo. Dazu gibt es Roboter, künstliche Intelligenz und jede Menge Zukunftsmusik.
Grosser kleiner Bayon

Der neue Hyundai Bayon bekommt ein markanteres Design, mehr Platz und erstaunlich viel Luxus. Beheizte und belüftete Vordersitze, beheizbare Rücksitze, Panoramadach, digitale Fahrzeugschlüssel und optionale 12,3-Zoll-Doppeldisplays – früher musste man für solche Extras mindestens zwei Fahrzeugklassen höher einkaufen.

Der Kofferraum fasst 440 Liter. Zum Marktstart gibt es einen 1,0-Liter-Turbobenziner mit 90 oder 115 PS. Ab 2027 folgt ein 1,6-Liter-Vollhybrid mit voraussichtlich 138 PS. Wer es optisch sportlicher mag, greift zur N Line mit 18-Zöllern, schwarzen Radhausverkleidungen und Doppelendrohren.
Tucson wird digital
Noch wichtiger für Hyundai ist der neue Tucson. Seit 2004 wurden in Europa mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft. Entsprechend selbstbewusst tritt die neue Generation auf. Kantige Kotflügel, markante Lichtsignaturen und optional 25’600 einzeln ansteuerbare LED-Pixel sorgen für einen futuristischen Auftritt.

Innen zieht mit Pleos Connect eine neue Infotainmentgeneration ein. Das Zentraldisplay misst bis zu 17 Zoll, der KI-Sprachassistent hört auf den Namen Gleo AI. Immerhin bleiben für wichtige Funktionen richtige Tasten erhalten.
Beim Antrieb bleibt Hyundai pragmatisch. Der Tucson Hybrid leistet 245 PS, der Plug-in-Hybrid bringt es auf 292 PS und soll bis zu 81 Kilometer rein elektrisch schaffen. Dazu gibt es weiterhin einen 150-PS-Benziner. Die neue N Line sorgt mit 20-Zoll-Rädern, sportlichen Stossfängern und roten Interieurakzenten für etwas mehr Krawall.
Staria unter Strom
Auch Handwerker bekommen ein neues Spielzeug. Der vollelektrische Staria Cargo bietet 160 kW/218 PS, bis zu 450 Kilometer Reichweite und Platz für drei Europaletten. Dank 800-Volt-Technik soll der Akku in nur 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können. Mit 1040 Kilogramm Nutzlast und zwei Tonnen Anhängelast ist der futuristische Lieferwagen mehr als nur ein hübscher Transporter.
Roboter statt Hostessen
Dass Hyundai längst über das Automobil hinausdenkt, zeigt der vierbeinige Roboter Spot von Boston Dynamics. Der elektronische Hund lässt sich am Messestand sogar für Selfies begeistern. Weniger verspielt ist das Exoskelett X-ble Shoulder, das Fabrikarbeiter bei körperlich belastenden Tätigkeiten unterstützt. Und mit Waymo prüfen die Koreaner bereits die internationale Ausweitung ihrer Zusammenarbeit bei autonomen Robotaxis.
Hyundai will bis 2030 nahezu drei Milliarden Euro in Europa investiert haben. Rund 80 Prozent der hier verkauften Fahrzeuge werden bereits in Europa produziert.
Bilder: Hyundai


