Boreham Motorworks

Nachbau von Kult Rallye Autos

Wer als Bub in den 1970er und 1980er Jahren Poster von legendären Rallye-Autos an der Wand hängen hatte, der kann seinen Kindheitstraum jetzt Realität werden lassen. Boreham Motorworks hat sich die Rechte für die Nachbauten für den Ford Escort MK1 RS2000 sowie den Ford RS200 gesichert.

Veröffentlicht am 20.07.2024

Die Rallye Gruppe B war legendär. Leider so spektakulär, dass sie nach drei Jahren wieder verboten wurde. Eine dieser übermotorisierten Gruppe B-Legenden war der Ford RS200. Berüchtigt ist dieses Auto vor allem dafür, dass es in mehrere tödliche Unfälle verwickelt war. Eine dieser Tragödien ereignete sich mit unserem Schweizer Formel-1-Fahrer Marc Surer am Steuer, der 1986 mit einem Ford RS200 an der Hessen-Rallye einen schweren Unfall hatte, bei dem sein Beifahrer Michel Wyder starb. Das beste Resultat, das der Ford RS200 je erreicht hat, war ein dritter Platz in Schweden. 

Wiederbelebung von Legenden 

Pünktlich zu seinem 40. Geburtstag soll der RS200 zurückkommen. Die britische Firma Boreham Motorworks baut diese Biester jetzt nach. Hoffentlich ist der Wiedergänger nicht so tödlich wie das Original. Boreham hat sich auch die Nachbau-Rechte für den Escort MK1 RS2000 gesichert, eines der coolsten und erfolgreichsten Rallye-Autos der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren mit Rallye Legenden wie Hannu Mikkola, Timo Mäkinen und Roger Clark am Steuer. 

Markenlizenzvertrag mit Ford

Boreham Motorworks hat mit Ford einen Markenlizenzvertrag unterzeichnet, um in den nächsten Jahren eine begrenzte Anzahl von modernisierten RS200- und Escort MK1 RS2000-Modellen zu produzieren.

Es wird etwa so sein, wie es Kimera mit der Neuauflage des Lancia 037 gemacht hat. Wie auf den ersten Bildern zu sehen ist, handelt es sich um neu aufgebaute Modelle mit modernen Elementen wie LED-Scheinwerfer und anderen Verbesserungen gegenüber dem Original. Die Fiberglas-Karosserie wird wohl durch eine moderne Kohlefaser-Konstruktion ersetzt.  

Wie Boreham mitteilt, werden dies nicht die einzigen beiden Modelle sein, die das Unternehmen im Rahmen seiner Ford-Partnerschaft geplant hat. Mindestens fünf weitere Fahrzeuge sollen mit der Ford-Lizenz produziert werden. 

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Text: Jürg Zentner 

Bilder: Ford / AI 

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