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Porsche Taycan Sport Turismo – Performer auch bei Schnee

Vor rund einer Woche waren wir mit verschiedenen Taycan Sport Turismo Modellen in Österreich unterwegs. Mit dem Sport Turismo wurde nach dem normalen Taycan und dem Taycan Cross Turismo die dritte Version präsentiert.

Veröffentlicht am 12.02.2022

Der Porsche Taycan ist ein voller Erfolg. Von den über 300 000 verkauften Porsches im Jahre 2021 waren über 41 000 Stück Taycans – das macht über 14% aller verkauften Fahrzeuge aus. In Grossbritannien, Norwegen und Belgien war der Taycan im vergangenen Jahr sogar der meistverkaufte Porsche der gesamten Modellpalette. Kein Wunder folgt nach dem normalen Taycan und dem Taycan Cross Turismo nun der Kompromiss, der Taycan Sport Turismo.

 

Die Ziele mit dem Porsche Taycan Sport Turismo

Mit dem Taycan Sport Turismo wurde jetzt eine offene Lücke gefüllt. Der Sport Turismo hat die Performance und Strassenlage des ursprünglichen Taycans verbunden mit dem Raumvolumen des Cross Turismos. Nach Schätzungen von Porsche werden künftig nach wie vor am meisten Taycan Sedans verkauft, an zweiter Stelle folgt der Cross Turismo und zu Beginn sicherlich an dritter Stelle der Sport Turismo. Wie und ob sich das ganze ändert, wird sich zeigen.

 

Viele verschiedene Versionen

Den Taycan Sport Turismo gibt es, Porsche typisch, in vielen verschiedenen Varianten. Ab sofort gibt es den Taycan Sport Turismo bereits ab 104 000 Franken im Verkauf. Neben der Basisversion gibt es den Taycan 4S Sport Turismo, den Taycan GTS Sport Turismo, den Taycan Turbo Sport Turismo und den Taycan Turbo S Sport Turismo welcher ab 226 500 Franken erhältlich sein wird. Das Topmodell hat wie bereits bekannt 761 PS. Die grösste Reichweite mit 498 Kilometer hat der 4S Sport Turismo. 

 

Schnee, viel Schnee (zu viel Schnee?)

Im Grundsatz wollten wir für den Test in Österreich Schnee. Die Wetterprognosen enttäuschten nicht, ein paar Tage vor der Veranstaltung kam die Schneemeldung. Bei Ankunft in Rain stürmte es allerdings schon, über Nacht solle es auch nicht weniger werden. Am Abend gab es bereits eine ordentliche Portion Neuschnee, am nächsten Morgen hatte es dann noch einmal deutlich mehr. Nichtsdestotrotz entschied sich das Team von Porsche zusammen mit den Journalisten eine Tour durch die Alpen zu machen. Mit den verschiedenen Allradmodellen ging es los. Tatsächlich ist die Kombination von frischen Winterreifen, ordentlich Leistung und einem top arbeitenden Allradantrieb sehr gut.

Unterwegs im hellen Taycan Turbo Sport Turismo war nicht das Auto die grösste Gefahr auf der Strasse, mehr die anderen Verkehrsteilnehmer. Mühsam ging es im Schritttempo mehrere Kilometer zu einer weniger befahrten Strasse. Links und rechts standen alle paar Meter Fahrzeuge welche nicht mehr weiterkamen. Nicht die Taycans – es schlugen sich alle mühelos durch den Schnee. Doch erst nach Abzweigung auf eine Nebenstrasse konnte der Taycan Sport Turismo seine Fähigkeiten im Schnee präsentieren. 

 

Viel Fahrspass und Sicherheit

Die Performance ist trotz der schneebedeckten Piste beachtenswert. Im normalen Modus fährt er sich sehr komfortabel und sicher. Man rutscht nicht über die Strasse und kann das Auto ohne Probleme kontrollieren. So sitzt der Fahrer auch nicht die ganze Zeit angespannt hinter dem Lenkrad, im Gegenteil. Nur der Tempomat und Abstandregler hat dank der versperrten Sensoren seine Mühe.

 

Sein wahres Können präsentiert er auf abgesperrter Strasse

Um das Potenzial der verschiedenen Modelle ausgiebig zu testen, wurde eine über 10 Kilometer lange Passage auf einem Alpenpass extra für die Testdays abgesperrt. Eine perfekte Schneepiste mit Schneemauern links und rechts wurde errichtet. So hiess es nur noch anschnallen, konzentrieren und los. Im Sport Modus und mit reduzierter Traktionskontrolle ging es den Pass hoch. Nach dem man das Gefühl für Gas- und Bremspedal gefunden hat machte es enorm Spass die Strasse hochzufahren. Kontrolliert konnte man mit dem Taycan Sport Turismo um die Kurven driften. Dank des hohen Drehmoments stand der Wagen ziemlich schnell quer auf dem rutschigen Untergrund. Mit dem Wissen, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer entgegenkommt, konnte man dies auch wirklich geniessen. Nach vielen Höhenmeter kam man dann auf der Spitze an.

Eine Runde mit den Profis

Für den finalen Nervenkitzel war unter anderem Jörg Bergmeister vor Ort. Der ehemalige Le Mans Rennfahrer weiss genau, wie man den Taycan Sport Turismo im Schnee bewegt. Wer mutig genug war, konnte mit ihm eine Runde den abgesperrten Pass hoch. Gekonnt zwirbelt er den Stromer um die Kurven. Angst hat man bei ihm im Auto kaum – wohl eher den nötigen Respekt. Die Frage, ob ihm sein Beruf Spass macht, beantwortet er lächelnd wie folgt: «Normalerweise muss ich möglichst kontrolliert und ohne Rutschen um die Kurven brettern. Heute sieht das ganz anders aus, macht aber mindestens so viel Spass! Mein Beruf bereitet mir natürlich Freude. Solche Abwechslungen wie heute lockern allerdings den strengen Alltag als Rennfahrer gediegen auf.»

 

 

Fotos: Dario Fontana
Text: Dario Fontana

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