

Premiere des Audi F1 Teams in Berlin
Jetzt wird es langsam ernst. Mit einer spektakulären Premiere im Berliner Kraftwerk hat Audi erstmals sein eigenes Formel-1-Werksteam der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 400 geladene Gäste erlebten einen Abend, der mehr war als eine Show. Es war eine Kampfansage.
„Heute fügen sich viele Puzzleteile zusammen“, sagte Audi-CEO Gernot Döllner – selten passte ein Manager-Zitat so gut. Denn mit dem Audi Revolut F1 Team steht erstmals das komplette Projekt sichtbar da: Auto, Farben, Fahrer, Strategie.

Audi ist startklar
Der Star des Abends hört auf den Namen Audi R26. Das erste Formel-1-Auto der Marke mit den vier Ringen ist kein nostalgischer Verweis auf Le-Mans-Zeiten, sondern ein radikaler Blick nach vorne. Entwickelt für das neue Reglement 2026, das die Formel 1 so stark verändert wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Aktive Aerodynamik, nachhaltiger Kraftstoff und ein Hybridantrieb, bei dem der Elektromotor mit bis zu 350 kW fast so viel Leistung liefert wie der 1,6-Liter-V6-Turbo. Die Karten werden neu gemischt.

Chassis aus Hinwil
Die dazugehörige Power Unit – intern AFR 26 Hybrid genannt – stammt aus Neuburg an der Donau, das Chassis aus Hinwil. Der erste Roll-out fand bereits Anfang Januar in Barcelona statt, die grossen Testfahrten folgen in den nächsten Wochen. Spätestens beim Saisonstart am 8. März in Australien wird klar sein, wie gut Theorie und Praxis zusammenfinden.

Für Glaubwürdigkeit sorgen auch die Köpfe an der Spitze. Teamchef Jonathan Wheatley bringt jahrelange F1-Erfahrung mit, Projektleiter Mattia Binotto kennt die Königsklasse ohnehin in- und auswendig. Dazu kommt ein Fahrerpaar mit Spannweite: Nico Hülkenberg als erfahrener Fixpunkt, Gabriel Bortoleto als frisches Talent mit Potenzial.

Die Gründe für die F1
Audi macht dabei keinen Hehl daraus, warum man gerade jetzt einsteigt. Das neue Reglement, die Budgetobergrenze und der Fokus auf Elektrifizierung passen perfekt zur strategischen Neuausrichtung der Marke. Unterm Strich war diese Premiere kein lauter Knall, sondern ein selbstbewusster Startschuss. Audi wirkt vorbereitet, fokussiert und erstaunlich unaufgeregt. Oder anders gesagt: Sie wissen ziemlich genau, was sie tun. Und das sollte der Konkurrenz zu denken geben.

Bilder: Audi


