Quelle der Freude

Skoda wird vollelektrisch. Zehn E-Mobile wollen die Tschechen bis 2022 auf den Markt bringen. Nach dem Citigo iV ist der Enyaq iV ihr zweites E-Mobil. Ein Stromer-SUV, das mit allen Wassern gewaschen ist. Davon überzeugten wir uns bei ersten Testfahrten mit verklebten Erlkönigen.

Veröffentlicht am 07.05.2020

Ein Dreivierteljahr vor Markteinführung darf ein kleiner exklusiver Kreis an Autojournalisten auf Tuchfühlung mit dem Enyaq gehen. Dessen Name stammt aus dem Irischen: «Enya» heisst so viel wie «Quelle des Lebens». Und damit man ja nicht zu viel verrät, ist die Karosserie noch verklebt. Selbst das Interieur entspricht bei den ersten Testfahrten noch nicht dem Serienstandard. Fotos unsererseits? «Strictly forbidden!» Die Einzigen, die mit der Kamera um die Autos herumlaufen dürfen, sind die werkseigenen Fotografen. Auch bei der Pressekonferenz müssen alle Handys abgegeben werden. Das zeigt, wie ernst es Skoda mit dem Enyaq meint. Ein ziemlich grosses, aber auch dynamisch gezeichnetes SUV, das bei der Markteinführung nackt mit Sicherheit seine zwei Tonnen auf die Waage bringen dürfte. 

Enyaq in Fahrt

Grösser als ID.4

Fröhlich bedienen sich die Tschechen natürlich am konzerneigenen Modularen Elektrifizierungsbaukasten MEB. Da ist es mehr als legitim, dass der Enyaq mit einem Radstand von
2,77 Metern den Unterbau vom VW ID.4, der im Winter 2020 an den Start gehen soll, übernimmt. Punkto Design hat der Tschechen-Stromer gegenüber dem Konzept Vision iV, der 2019 auf dem Genfer Salon gezeigt wurde, leider etwas an Dynamik verloren. Mit 4,65 Meter Länge übertrifft er den ID.4 um zwei Zentimeter und ist auch noch zwei Zentimeter höher als sein 1,60 Meter hoher Konzernbruder. Das wirkt sich natürlich auf den Innenraum aus, der bereits im Erlkönig so luftig gestaltet ist, dass man sich selbst auf der Fondbank nicht eingezwängt vorkommt. Ebenfalls beim Kofferraumvolumen hat der Tscheche mit 585 Litern die Nase vor dem ID.4 (515 Liter) vorn. Simply Clever wäre jetzt noch, wenn sich das Ladekabel wie ein Gartenschlauch an der Ladebuchse auf- und einrollen würde und nicht nur im Kofferraum herumliegen würde. Apropos, Nase: Hier hat sich Skoda ein nettes Gimmick einfallen lassen. Fröhlich blinkende LEDs über die gesamte Frontpartie begrüssen den Chauffeur, sobald er das Fahrzeug entriegelt. Schön, wenn das auch so in der Serienversion kommen würde.

Enyag am Laden


Die Auswahl ist gross

Je zwei Varianten und Akkugrössen sowie vier Leistungsstufen sollen dem SUV auf die Sprünge helfen. Basisversion ist der Enyag iV 60. Sein E-Motor im Heck leistet 132 kW/180 PS und treibt die Hinterachse an. Der Strom des 62-kWh-Akkus reicht für rund 380 Kilometer. Die grösste Reichweite von bis zu
500 Kilometern (WLTP) hat der heckgetriebene Enyaq iV 80 mit 150 kW. Dessen 82-kWh-Batterie ist auch in den zwei Versionen mit zweitem E-Motor an der Vorderachse verbaut. Als allradangetriebener 80+ und vRS leisten sie 195 kW beziehungsweise 225 kW/306 PS. Das Topmodell marschiert in nur sechs Sekunden auf 100 km/h, die Vmax liegt bei 180 km/h. Die maximale Reichweite beider Allradler beträgt rund
460 Kilometer.

Drei verschiedene Ladeoptionen bietet der Enyaq. Nebst der haushaltsüblichen 230-V-Steckdose mit
2,3 Kilowatt Wechselstrom lädt der Fünftürer an der Wallbox mit bis zu elf Kilowatt. Ladedauer: sechs bis acht Stunden. Dritte Option sind die Schnellladesäulen mit Gleichstrom und bis zu 125 Kilowatt Ladeleistung. Im Idealfall braucht es so 40 Minuten – auf 80 Prozent wohlgemerkt.

Skoda Enyaq 2021

Wie der Skoda Enyaq in etwa bei der Markteinführung Anfang 2021 aussieht, zeigt die Computerretusche. Erste Fahreindrücke finden Sie in der Juni-Ausgabe der auto-illustrierte, die
ab 29. Mai 2020 am Kiosk erhältlich ist.

Text: Jörg Petersen
Fotos: Skoda
Computerretusche: Christian Schulte

Anfang 2021 gibt der Skoda Enyaq sein Debüt am Schweizer Markt

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