

BMW 3er-Reihe: Ein Bimmer, zwei Welten
Seit mehr als 50 Jahren bildet der 3er das Rückgrat von BMW. Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung: Die neue Generation kommt erstmals gleichzeitig als Verbrenner und Elektroauto. Während der klassische 3er seinen Motoren treu bleibt, fährt der i3 mit der Technik der Neuen Klasse vor.
Ein BMW 3er ohne Verbrennungsmotor? Vor ein paar Jahren hätte das noch für Schnappatmung gesorgt. Jetzt steht er tatsächlich da. Aber nicht alleine. Die neue Generation der 3er-Reihe fährt zweigleisig: als klassischer 3er mit Benzinmotor und erstmals als vollelektrischer i3.

Optisch rücken beide eng zusammen. Die Front wirkt deutlich reduzierter, die Flächen klarer, die BMW-Niere schlanker. Der neue 3er setzt wieder stärker auf Proportionen: lange Haube, kurze Überhänge, knackiges Heck.

Bildschirm statt Tacho

Innen wird der Generationenwechsel deutlicher. Das klassische Kombiinstrument verschwindet. Informationen werden mit BMW Panoramic Vision über die gesamte Breite am unteren Rand der Windschutzscheibe dargestellt. Dazu gibt es ein 17,9 Zoll grosses Zentraldisplay und optional ein 3D-Head-up-Display.

Ganz auf alte Tugenden verzichtet BMW glücklicherweise nicht. Spitzenmodell der Verbrenner ist zunächst der M350 xDrive. Sein Dreiliter-Reihensechszylinder wird von einem 48-Volt-System unterstützt und bringt es auf 326 kW/443 PS und 580 Nm. Damit geht es in 4,1 Sekunden auf Tempo 100, bei 250 km/h ist Schluss. Darunter startet unter anderem der 320 mit Vierzylinder und 155 kW/211 PS.
Strom für den Dreier

Die eigentliche Revolution trägt allerdings nur ein kleines «i» im Namen. Der vollelektrische i3 nutzt die Technik der Neuen Klasse und macht ausgerechnet aus einem der traditionellsten BMW-Modelle den innovativsten Technologieträger. Der i3 50 xDrive hat 345 kW/469 PS, bis zu 912 Kilometer WLTP-Reichweite und 400 kW Ladeleistung; der i3 40 xDrive kommt auf 275 kW/374 PS und bis zu 710 Kilometer.

Damit steht der 3er vor seiner vielleicht grössten Veränderung seit seinem Debüt 1975. Jahrzehntelang stand er für Reihensechser, Hinterradantrieb und die berühmte Freude am Fahren. Jetzt muss BMW beweisen, dass diese DNA auch elektrisch funktioniert. Marktstart: Jahreswechsel 2026/2027. Preis: noch offen.
Bilder: BMW


