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Toyota – Akkutausch-System vom Marktführer

Es ist vor allem bei kleinen E-Scootern beliebt: Das Akkutausch-System. Nun steigt Weltmarktführer Toyota in die Idee ein und kündigt ein Wechselsystem für innerstädtischen Lieferverkehr an. Ist das der Durchbruch für die Technologie?

Veröffentlicht am 29.07.2022

Ein Nutzfahrzeug verdient nur dann Geld, wenn es in Bewegung ist. Für viele Unternehmen ist deshalb die Elektrifizierung der Flotte nicht einfach. Die Standzeiten zum Laden sind einfach zu lang, von den initialen Kosten ganz abgesehen.

E-Mobilität nicht für jeden Betrieb einfach umsetzbar

Betriebe mit langen Schliesszeiten oder Stillstandszeiten können ihre Flotte nachts laden, doch gerade in Grossstädten im Verteilerverkehr ist die Flotte oft rund um die Uhr im Einsatz. Genau für diese Fälle wollen die Japaner nun eine aus dem Scooter-Markt übernommene Idee ins Nutzfahrzeug-Segment bringen: Das Akkutausch-System.

Technisch einfach umsetzbar

An Stelle einer grossen Unterflur-Batterie kommen einheitliche austauschbare Batterie-Kassetten zum Einsatz, die von einer Person entnommen werden können. Toyota arbeitet hierfür mit anderen Herstellern und auch Logistikunternehmen zusammen, damit man einen Branchenstandard schaffen kann. Und genau hier liegt der Schlüssel.

Erfolg nur bei weiter Verbreitung des Systems

Ein solches System kann nur funktionieren und Erfolg haben, wenn es eine kritische Grösse überschreitet und überall einfach verfügbar ist. Toyota bietet dafür die richtige Marktmacht und hat sich zusätzliche Player ins Boot geholt. Gerade in Japan und anderen asiatischen Märkten dürfte das System Erfolg haben. Doch auch für Europa ist es leicht vorstellbar und dürfte für viele eine Erleichterung im Umstieg auf E-Mobilität bieten.

Weitere Funktionen der Tausch-Stationen möglich

Die Tausch-Stationen bietet überdies nicht nur die Möglichkeit des „schnellen Nachladens“, sie könnte auch weitere Funktionen erfüllen. Etwa die Speicherung von Solarstrom in Überschusszeiten, sowie die Stabilisierung des Netzes in Flautezeiten. Man darf gespannt sein, wohin der sonst eher konservative Toyota-Konzern die Idee entwickeln wird.

Text: ai Online Redaktion/DF/FM
Bilder: Toyota

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