Sommerauto

Brabus 900 Crawler – Wüstensturm

Er ist eine Mischung aus Dünenbuggy und Supersportwagen. Irgendwo ist auch noch ein Mercedes G-Modell versteckt. Doch davon lässt der Brabus 900 Crawler kaum mehr als Front und Antriebsstrang übrig.

Veröffentlicht am 06.05.2022

Es gibt Geburtstagsgeschenke und es gibt G-burtstagsgeschenke. Letzteres ist der Brabus 900 Crawler. Der Bottroper Verelder schenkt sich dieses ganz besondere Gefährt zum 45-jährigen Bestehen des Unternehmens. Und er hat es faustdick unter der Haube. Unter dem Blech allerdings weniger, denn der Crawler ist ein echtes Sommerauto.

Ein Überrollkäfig mit Dach muss reichen

Das G-Modell von Mercedes hat seit seinem Marktstart 1979 so ziemlich alles gesehen. Kurz, lang, Cabrio, Miliäraufbau, 6x6, Planwagen oder gar gepanzert – G-eht nicht G-ibt’s nicht. So dachte man es sich wohl auch bei Brabus, die nur unwesentlich länger im Geschäft sind, als der G in Produktion. Und mit dem schweren Geländewagen aus Graz haben sich die Bottroper schon immer eine goldene Nase mit teuren Umbauten verdient.

Das Geschenk zum eigenen Jubiläum, der Brabus 900 Crawler, musste also selbstredend auf einem G aufbauen. Dabei ist aufbauen vielleicht etwas viel gesagt. Denn das selbstkonstruierte Gitterrohrrahmen-Chassis hat nicht mehr viele Gemeinsamkeiten mit der einstigen Plattform. Allerdings wird der Antriebsstrang inklusive Getriebe und Portalachsen aus dem Programm des G-Produktion in Graz übernommen.

Der Brabus 900 Crawler macht seine Leistung schon im Namen klar

Die technischen Überarbeitungen des im Hubraum erweiterten AMG-V8-Biturbos kennt man bereits aus den Rocket-Modellen von Brabus. So bringt es auch der Crawler auf 900PS und 1‘250Nm. Damit geht es bei Bedarf in nur 3,4 Sekunden auf 100km/h. Der Untergrund dürfte dabei ziemlich egal sein.

Gebaut worden ist der Brabus 900 Crawler nämlich für die Wüste. Rein optisch ist er einem Dünenbuggy sowieso näher als einem G. Denn seine Karosserie besteht nur noch aus einer Carbon-Wanne und einem Brabus-rot lackierte Überrollkäfig mit Dach. Die vier Schalensitze sind in rotem Silvertex bezogen, einem speziellen Bezug, der sonst bei Brabus nur im Yachtbau Anwendung findet und gegen Sonne, Salz, Sand, Staub und Wasser völlig resistent ist.

Grosse Sprünge dank 530 Millimeter Bodenfreiheit

Und sandig dürfte es werden, wenn die 40x13.5R20 AT-Reifen richtig in den Dünen wühlen. Dank 53 Zentimetern Bodenfreiheit und 160 Millimeter Federweg des speziellen Offroad-Fahrwerks ist dem Crawler kein Hindernis zu gross. Und den Weg zurück findet man auch ohne Sternen-Navigation: Der Beifahrer kann dank Dakar-erprobtem GPS-Offroad-Navi-Tablet stets zentimetergenau die Route nach Hause ansagen.

Ebenfalls eine Ansage: der Preis. Ab Werk Bottrop verlangt Brabus 891‘310 Euro. Die Preise für den Schweizer Markt sind noch nicht bekannt. Fraglich ist allerdings auch, ob überhaupt einer der auf nur 15 Exemplare limiteriten Brabus 900 Crawler zu uns kommen wird.

Text: ai Online Redaktion/DF/FM
Bilder: Brabus

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