Schon gefahren: Opel Grandland X Hybrid4

Der E-Allradler

Dank zusätzlicher E-Motoren an Vorder- und Hinterachse mutiert der Grandland X zum Allradler. Wichtig ist der Plug-in-Hybrid vor allem für die CO2-Bilanz der Opelaner.

Veröffentlicht am 18.02.2020
Fazit:
«Mit flottem Allradantrieb und niedrigem Verbrauch bietet der Hybrid echten Mehrwert. Wirklich lohnend ist er aber nur, sofern man zu Hause laden kann und der saftige Mehrpreis keine Rolle spielt.»
Gut für 59 Kilometer: Der 13,2- kWh-Akku wird über eine Typ-2-Buchse geladen.

Gut für 59 Kilometer: Der 13,2- kWh-Akku wird über eine Typ-2-Buchse geladen.

 Ordentlich Platz: Bis zu 1528 Liter packt der Grandland.

Ordentlich Platz: Bis zu 1528 Liter packt der Grandland.

Drei Motoren: Verbrenner und E-Motor vorn sowie ein E-Triebwerk an der Hinterachse.

Drei Motoren: Verbrenner und E-Motor vorn sowie ein E-Triebwerk an der Hinterachse.

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Opel Grandland X Hybrid4

Endlich eine Allradversion! Dass der Grandland X als Plug-in-Hybrid zum 4 x 4 wird, dürfte hierzulande wichtiger sein als der Fabelverbrauch von unter zwei Litern, den Opel angibt – schliesslich sind 4x4-Varianten unter den kompakten SUV immer rarer gesäht. 300 PS Systemleistung sind ebenfalls nicht zu verachten. Im Hybrid werkeln mit dem Vierzylinder-Turbobenziner samt 200 PS sowie je einem Elektromotor mit rund 110 PS an den Achsen gleich drei Triebwerke unter dem Blech.

Gespeist werden die E-Aggregate von einer 13,2-kWh-Lithium-Ionen-Batterie unter der Rückbank. Sie wird separat über den bei E-Mobilen üblichen Typ-2-Stecker geladen. Am heimischen Netzstecker mit 1,8-kW-Ladeleistung dauert eine Vollladung allerdings bis zu acht Stunden. Schneller geht es mit Wallbox und optionalem On-Board-Charger. Damit zieht der Akku 7,4 kW und ist in unter zwei Stunden voll.

Agiler Flitzer mit 300 PS

Lautlos wie ein E-Auto rollt der Grandland los. Wer Sprit sparen will, bleibt im Electric-Modus und kann theoretisch bis zu 59 Kilometer weit stromern – und das bis zu 135 km/h schnell. Zumindest theoretisch, denn der Akku kann je nach Fahrverhalten und Gelände deutlich schneller leer sein. Bergauf im Schwarzwald etwa. Wer dann noch auf Sport schaltet, der kann sich zwar über das flotte Ansprechverhalten und das agile Kurvenverhalten des kleinen SUV freuen, gleichzeitig schmilzt allerdings der Akkustand wie Schnee in der Sonne. Dann kann der Hybrid ausserdem schon mal etwas angestrengter klingen. Bergab füllt sich die Batterie langsam durch Rekuperieren wieder. Stellt der Fahrer zudem den Ganghebel auf «B», erhöht sich die Bremswirkung und die Energierückgewinnung des SUV spürbar. Im Zweifelsfall ist der Hybridmodus die richtige Wahl. Dann entscheidet das System selbst, welche Motoren es nutzt. Praktisch: der E-Hold-Modus, der die Batterie bewusst schont – zum Beispiel beim spritintensiven Stadtverkehr. Ist der Grandland X hier wieder rein elektrisch unterwegs, signalisiert er das durch ein blaues Lämpchen im Rückspiegel stolz der Aussenwelt.

Text: Michael Lux / Fotos:  Opel

Grandland X Hybrid4

R4-Turbo, 1598 cm3, System: 221 kW/300 PS, 520 Nm, 8-Gang Automat, Allrad,
1,7 l/100 km, 39 g/km CO2, Effizienz A,
0–100 km/h 6,1 s,
Spitze 240 km/h,
L/B/H: 4477/1856/1608 mm, Leergewicht: 1875 kg,
Ladevolumen: 380–1528 l
Preis ab 49 990 Franken

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