Starker Bronco

Ford Bronco Raptor – Debüt mit über 400 PS

Als wenn die Nachfrage nach dem beliebten Ford Bronco nicht schon genug hoch wäre folgt jetzt noch eine stärkere Raptor Version des Broncos. Über 400 PS, wohl mehr also 560 Nm und Offroadskill vom Feinsten.

Veröffentlicht am 24.01.2022

Kaum eine Neuerscheinung der letzten Jahre hat in den USA einen solchen Hype ausgelöst wie der neue Ford Bronco. Doch das ist den Männern der blauen Pflaume nicht genug. Mit dem Bronco Raptor giessen sie nun zusätzliches Öl ins eh heftig lodernde Nachfrage-Feuer. Die Zutaten sind dabei bekannt: Mehr Power, mehr Offroad, mehr Style. Doch das sind nicht die einzigen Goodies am extra-harten Bronco.

Bronco Raptor mit mehr Leistung und Heavy-Duty-Fahrwerk

Unter der Haube fliegt der 2,7-Liter-V6 des Serien-Bronco raus. Stattdessen kommt das nächstgrössere Triebwerk zum Einsatz: Der Dreiliter-Biturbo aus dem Explorer. Entsprechend dürfte die Leistung bei oberhalb von 400 PS liegen, das Drehmoment greift auf ein 563 Nm-Plateau zurück. Ford verspricht allerdings eine besondere Raptor-Abstimmung, die mit einem verbesserten Ansaugsystem inklusive mächtigerer Ladeluftkühler und einer klanggewaltigen Klappenauspuffanlage präzisiert wird.

Unter der Haube ist viel los – im wahren Wortsinne

Die Kraftübertragung des Ford Bronco Raptor entspricht nahezu 1:1 der echten Rennversion. Es gibt nur die 10-Gang-Automatik mit permanentem Allrad als Option. Doch schon die Kardanwellen und auch die Achsantriebe sind verstärkt, die Achsen selbst sind die von Dana zugelieferten Rennteile der Bronco DR Racing-SUVs. Auch das Verteilergetriebe wurde mit einer verstärkten Kupplung optimiert und die Betriebsmodi des Systems um einen Baja-Modus mit Anti-Lag-System erweitert. Überraschend: Die Anhängelast fällt mit nur 2'000 Kilogramm erstaunlich gering aus.

Der Raptor geht mächtig in die Breite

 

Auch bei den restlichen Anbauteilen ist der Name Programm. So kommt der Bronco Raptor wie schon der F150 Raptor mit gigantischen 37-Zoll-Beadlock-Rädern, deren BF-Goodrich AT-Reifen jedes Hindernis überwinden können. Insgesamt wächst der Offroad-Hardliner um über 25 Zentimeter in der Breite im Vergleich zum Serien-Lifestyle-SUV. Auch die Kotflügelverbreiterungen, die Seitenverkleidungen und die Motorhaube wurden von der Performance-Division von Ford gegen Raptor-spezifische Teile ausgetauscht. Natürlich darf auch der Raptor-Kühlergrill mit seiner legendären LED-Garnitur nicht fehlen.

Der Raptor ist weit mehr als nur Show

Die wichtigsten Details bleibt Ford allerdings schuldig. Nicht nur die exakten technischen Daten bleiben unklar, auch die Preise werden nicht genannt. Eine Idee gibt höchstens der ärgste Konkurrent: Der Jeep Wrangler Rubicon 392 kostet gut 75'000 US-Dollar – ist mit seinem 470PS-V8 allerdings auch eine Spur stärker. Das Image des Bronco Raptor ist allerdings noch legendärer als das des Jeeps. Und die Ford-Marketingabteilung dürfte um diesen Umstand wissen. Ein Einstandspreis um 80'000 US-Dollar scheint also durchaus realistisch. Wieviel er dann in der Schweiz kosten würde bleibt ein Ratespiel. Die Frage ist allerdings eher: Ob er überhaupt jemals in die Schweiz kommt? 

Text: Dario Fontana
Fotos: Ford

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