Verkaufszahlen Januar 2021 von auto-schweiz

Gebremster Start ins 2021

Die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure "auto-schweiz" hat die Verkaufszahlen neuer Autos in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im Januar 2021 publiziert. Dabei wurden 19,5 Prozent weniger Autos verkauft als im bereits schwachen Vorjahresmonat. Jetzt drängt auto-schweiz den Bundesrat, die derzeit verhängten Massnahmen aufzuheben und die Verkaufsflächen rasch zu öffnen. Denn eines ist klar: in der Schweiz werden Autos immer noch vor Ort und nicht online gekauft.

Veröffentlicht am 03.02.2021

Die geschlossenen Schauräume der Markenhändler haben dem Automarkt der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein das niedrigste Januar-Resultat des laufenden Millenniums beschert. Gerade einmal 15'130 neue Personenwagen sind im ersten Kalendermonat 2021 auf die Strasse gekommen, noch einmal 3'658 oder 19,5 Prozent weniger als im bereits unterdurchschnittlichen Vorjahresmonat.

Der Importeursverband auto-schweiz drängt auf eine möglichst rasche Öffnung der Verkaufsflächen für Neufahrzeuge und ist diesbezüglich bereits beim Bundesrat vorstellig geworden.

Für 2021 geht auto-schweiz von 270'000 Neuimmatrikulationen aus, dies entspräche einem Plus von 14 Prozent zum Vorjahr.  Als Voraussetzung dafür gilt eine Begrenzung der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der von den Behörden verhängten Corona-Massnahmen.

 

Online-Kauf funktioniert hierzulande nicht

Vor einer reinen Online-Abwicklung des Autokaufs schreckten viele Kundinnen und Kunden nach wie vor zurück, sagt auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik: «Bei einer grossen Anschaffung wie einem neuen Auto möchte die grosse Mehrheit nach wie vor Probe sitzen und dem Verkaufspersonal Fragen stellen, das ist doch nur verständlich.» Das gelte auch und gerade für Flottenmanager, deren Bestellungen rund die Hälfte des Marktes für neue Personenwagen ausmachten.

 

Elektro-Wachstum verlangsamt

Mit 35,4 Prozent lag der Marktanteil der Hybrid-, Elektro-, Gas- und Wasserstoffautos zwar über dem Wert des gesamten Jahres 2020 von 28,2 Prozent, der Anteil an Plug-in-Hybriden, Brennstoffzellenfahrzeugen und rein elektrischen Modellen betrug jedoch nur 14,4 Prozent und lag damit auf dem Vorjahresniveau. «Die Elektroantriebe werden 2021 sicher weiterwachsen, wenn auch nicht so stark wie im vergangenen Jahr», prognostiziert Christoph Wolnik. Verantwortlich hierfür sei unter anderem die im Vergleich zu 2020 geringere Zahl an Markteinführungen neuer Modelle.

Die detaillierten Januar-Zahlen gibt es hier.

 

Text: Stefan Fritschi
Grafik: auto-schweiz

 

 

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