Luxusliner

Genesis G90 – ein Maybach aus Korea

Mit dem neuen Genesis G90 wollen die Koreaner eins ganz deutlich klarstellen: Sie sind nicht einfach irgendeine generische Luxusmarke. Stattdessen haben sie den Anspruch die besten Autos der Welt zu bauen. Was steckt dahinter?

Veröffentlicht am 17.12.2021

Die Geschwindigkeit mit der Genesis nicht nur die eigene Marke vorantreibt, sondern auch neue Modelle auf den Markt bringt, ist atemberaubend. Es wirkt, als seien die Südkoreaner erst gestern mit G80, GV80, G70, G70 Shooting Brake und dem vollelektrische GV60 in die Öffentlichkeit getreten.

Der Genesis G90 nimmt unverblümt den Maybach ins Visier

Dabei haben Details wie etwa der Reihensechszylinder-Diesel im grossen Geländewagen für einige Furore gesorgt – die Bentley-gleiche Ausstattung und Haptik sowieso. Doch nun setzt man bei Genesis noch einen drauf. Der neue Genesis G90 nimmt sich nicht weniger als den Markt der absoluten Luxuslimousinen vor. Maybach, Bentley und Rolls-Royce machen so etwas normalerweise unter sich aus.

Dabei ist neben der beeindruckenden Front aus Crest-Kühlergrill, der „Zwei Linien“-LED-Grafik und der mächtigen Clamshell-Motorhaube vor allem die Seitenansicht bemerkenswert. Man sieht ihm seinen Luxus in Form des gigantischen Radstandes auf den ersten Blick an, der volle Chromzierrat, der ebenfalls direkt auf den Maybach zielt, ist hier sogar zweitrangig.

Erhältlich in zwei Radständen – lang und extra lang

Dabei ist bereits die „Kurzversion“ mit 5,28 Meter Länge ein echter Luxusliner. Getoppt wird das allerdings vom LWB, der es auf mächtige 5,47m bringt und damit in kaum eine Garage passen wird. Doch der Genesis G90 ist sowieso nicht als Fahrerauto konzipiert. Man lässt fahren – und damit auch parken.

Im Interieur wartet alles was gut und teuer ist

Der Innenraum präsentiert sich ebenfalls standesgemäss. Edelstes Leder, aufwändig verarbeitet in Rautensteppung und Zweifarbigkeit. Dazu kommt neuestes Infotainment, dass sich allerdings überraschend diskret zurückhält. Gleiches gilt für die Bang&Olufsen-HiFi-Anlage, deren ausfahrbare Hochtöner man aus diversen Premium-Konkurrenten kennt.

Fun fact: das Tablet für die Bedienung der Fond-Komfort-Funktionen wird in einem speziellen Fach mit UV-Licht bestrahlt, damit die Oberfläche jederzeit keimfrei bleibt. Hiermit können die Passagiere neben Klimaeinstellungen, Infotainment und Sitzposition auch die Massagefunktionen wählen.

Besonders aufwändige Massagefunktion in den Sitzen

Auf das Entspannungsfeature hat man bei der Entwicklung des Genesis G90 besonderen Wert gelegt. Zehn verschiedene Luftkissen in der Lehne und zwei im Kissen sorgen pro Ergo Relaxing-Sitz für vier verschiedene Arten der Massage – wählt der Fahrer den Sport-Modus nutzt das System die Luftpolster übrigens zum Stützen der Passagiere gegen die Fliehkräfte.

Etwas zurückstecken muss der Genesis G90 beim Antrieb. Nicht etwa ein V8 oder gar ein V12 tun unter der Haube ihren Dienst, sondern ein kleiner V6-Biturbo. Die Leistung beziffert Genesis noch nicht genau, es dürfte aber das Triebwerk aus dem Kia Stinger mit gut 370PS sein. Allerdings: Auch Audi bringt den neuen Horch nur mit sechs Zylindern.

Es dürfte für Europäer generell zu verschmerzen sein. Denn der Genesis G90 wird aller Wahrscheinlichkeit gar nicht bei uns angeboten. Was schade ist. Denn beeindruckend ist er allemal.

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