Coronavirus

Heftige Einbussen im Motorsport

Auto Sport Schweiz, der Verband des Schweizer Motorsports, steht aufgrund der Coronakrise einer schwierigen Zeit gegenüber. Events finden keine statt, die Motorsport-Welt liegt praktisch brach.

Veröffentlicht am 03.04.2020

Es ergeben sich für die Veranstaltungen und für Auto Sport Schweiz sehr grosse Herausforderungen. Die Kosten laufen weiter, Einnahmen bleiben aus. Es bleibt zu hoffen, dass die Massnahmen ab dem 20. April 2020 eine Einschätzung ermöglichen, zu welchem Zeitpunkt wieder Rennen in der Schweiz und im umliegenden Ausland durchgeführt werden können.

Meisterschaften stehen auf der Kippe

Die Schweizermeisterschaft Slalom verfügt aktuell noch über 4 Rennen im Kalender. Somit ist der Meisterschaftsstatus nicht mehr gewährleistet. Die Nationale Sportkommission (NSK) wird sich an ihrer nächsten Sitzung mit dieser Situation und dem weiteren Vorgehen befassen. Das gleiche Problem stellt sich für Rallye, Rallye Junior, Berg und Karting. Auch in diesen Meisterschaften muss mit weiteren Absagen von Veranstaltungen gerechnet werden und es wird sich die Frage nach dem Meisterschaftsstatus stellen.

Arbeiten wurden schon Monate zuvor durchgeführt

Diese Absagen der sportlichen Veranstaltungen führen dazu, dass zum einen die Veranstalter ihre Anlässe nicht im gewohnten Rahmen organisieren können und zum andern auch ihre wichtigsten Einnahmequellen – Nenngelder, Sponsoringeinnahmen, Zuschauereinnahmen – wegfallen. Diese sind jedoch für das Überleben der Veranstaltungen notwendig. Man könnte dagegenhalten, dass auch keine Aufwände entstehen. Die Vorbereitung einer Veranstaltung bedingt aber Arbeiten schon Monate im Voraus. Ohne Einnahmen sind daher Löcher in den Kassen unvermeidbar.

Keine neuen Lizenzen

Gleichzeitig verzichten logischerweise zahlreiche Pilotinnen und Piloten darauf, ihre Lizenz zu lösen. Wo nicht gefahren werden kann, ist es auch nicht notwendig eine Lizenz zu lösen und Gebühren zu investieren. Dasselbe gilt für Sponsoren und Partner, welche ihre Zahlungen aufgrund der angespannten Wirtschaftssituation vorderhand einstellen oder sich diese schlichtweg nicht mehr leisten können.

Hilfe vom Bund möglich

Auto Sport Schweiz ist bereits beim Bundesamt für Sport (BASPO) vorstellig geworden. Der Bund unterstützt den Schweizer Sport allgemein mit 100 Millionen Franken zum Schutz der Sportorganisationen vor Zahlungsunfähigkeit. Davon sind aktuell 50 Millionen für den Profisport vorgesehen und 50 Millionen Franken als Subventionen im Fall existenzieller Bedrohung für Organisationen, die auf dem Ehrenamt basieren und hauptsächlich den Breitensport fördern. Wieviel davon dem Rennsport zu Gute kommen, ist zur Zeit noch offen.

Text: Koray Adigüzel

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