11. Generation

Honda Civic e:HEV – Der optimale Civic

Der neue Honda Civic ist bereits in seiner elften Modellgeneration angekommen. Dabei ist er gut gereift, in quasi allen Belangen. In Madrid sind wir den Civic mit dem neuen Antriebskonzept gefahren.

Veröffentlicht am 28.06.2022

Honda hat sich mit dem neuen Civic einmal mehr viel Mühe gegeben. Neuerdings verfügt er nämlich über ein selbst ladendes e-HEV-Hybridsystem. Mit diesem kombiniert er einen 1,05 kWh leistenden Lithium-Ionen-Akku, zwei kompakte, leistungsstarke Elektromotoren mit einem neu entwickelten 2,0-Liter-Atkinson-Benzinmotor.

 

Motor mit viel Potenzial

Der neue Civic kommt zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt. Honda hat viel Zeit in die Entwicklung der 11. Generation gesteckt – dies hat sich jedoch ausgezahlt. Im Gegensatz zu bisher gibt es mit dem neuen Civic nur noch einen Motor – den schon oben erwähnten 2,0-Liter-Benziner. Dank des neuen Zusammenspiels von Verbrenner und Batterie sind andere Motorvarianten nicht mehr notwendig.

Die neue Leistungssteuerung namens PCU ermöglicht ein schnelleres Laden und Entladen der Batterie. Dadurch entsteht eine höhere Leistungsdichte und die elektrische Leistung steigt an, was wiederum zu einem höheren elektrischen Fahranteil beiträgt. Zum Einsatz kommt dabei eine neue Hochspannungsverkabelung mit Alu- statt Kupferkern, die im Vergleich zur herkömmlichen Kupferverkabelung für bis zu 40 Prozent Gewichtsersparnis sorgt.

Kombiniert soll der Verbrauch nach WLTP-Messverfahren bei 5,0 Liter liegen – während unserer Fahrt durch Spanien betrug er sogar nur 4,6 Liter auf 100 Kilometer.

 

Unglücklich mit der Namensgebung

Mit einem Punkt ist Kotaro Yamamoto, zuständig für Technik bei Honda Motor Europe, nicht zufrieden; der Bezeichnung CVT-Getriebe. In Europa versteht man unter CVT nämlich ein stufenloses Getriebe, welches gerne einmal aufheult, bevor es seine Leistung von sich gibt. Laut Yamamoto aber wechselt das e:HEV-System nahtlos und automatisch zwischen EV-, Hybrid- und Motorantrieb – so bleibt den Insassen das mühsame Aufheulen des Motors erspart.

Dem ist auch im Test so, der Wagen fährt sehr ruhig, entspannt. Zudem lassen sich beim Civic die verschiedenen Fahrmodi Eco, Normal, Sport und individuell wählen; die verschiedenen Modi unterscheiden sich stark voneinander, im Sportmodus ist der 184 PS starke Honda tatsächlich sehr agil und sportlich unterwegs.

 

Gute Performance

Am Fahrwerk wurde tatsächlich deutlich nachgearbeitet. Der im Vergleich zum Vorgänger 35 mm längere Radstand und die 18 mm breitere Spur hinten sollen zur höheren Fahrstabilität auf gerader Strecke und auf unebener Fahrbahn beitragen. Dazu verbreiterte man die Spur vorne um 21 Millimeter und legte die Lenksäule steifer aus.

Dazu kommt eine höhere Karosseriesteifigkeit, reibungsarme Kugelgelenke und überarbeitete Frontstossdämpfer. All diese Veränderungen verbessern die Kurvenstabilität und das Fahrverhalten. Mit seinen 315 Nm beschleunigt der Japaner ebenfalls zügig auf 100 km/h, in 7,8 Sekunden, um genau zu sein.

 

Optimaler Allrounder

Alles in allem ist der neue Honda Civic e:HEV ein optimaler Allrounder. Er ist effizient, hat genügend Platz für vier Passagiere mit Gepäck, sieht gut aus und hat sportliche Gene. Ab 35 990 Franken ist der Japaner zu haben – ein durchaus fairer Preis. Der neue Civic e:HEV ist ab sofort bestellbar.

 

Fotos: Dario Fontana
Text: Dario Fontana

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