Neuheit

Kia Sportage - der erste Eindruck

Fahren durften wir den neuen Kia Sportage noch nicht. Aber wir konnten uns von seinen praktischen Qualitäten überzeugen.

Veröffentlicht am 01.09.2021

Der Bruder des neuen Kia Sportage, der Hyundai Tucson, fällt auf. Weil er ein ganz spezielles Licht-Design hat. Und weil er sich so gut verkauft, nicht nur in der Schweiz. Da ist klar, dass der neue Kia Sportage auch zum Erfolgsmodell werden will.

Beim Thema Design verlässt der neue Kia Sportage die Pfade seiner vorangegangenen vier Generationen. Er ist neben dem EV6 das zweite Modell seit der Neuerfindung und Neuausrichtung der Marke aus Seoul. Entsprechend dem neuen Motto soll er inspirieren, selbstbewusst auftreten und sogar Trends setzen. Das gelingt der Neuauflage.

Denn der Sportage ist ein Charakterkopf. Seine ganz eigene Interpretation des klassischen Markengesichts darf als selbstbewusst bezeichnet werden. Kia nennt es «Digital Tiger Face», bestehend aus mächtigem Kühlergrill in hochglanzschwarz mit edel eingearbeiteten Chrom-Elementen, sowie LED-Leuchten, die in verschiedenen Ebenen angelegt sind.

Eine angriffslustige Front

Die Hauptscheinwerfer funkeln in Matrix-Layout, können also vollaktiv aufblenden und Vorausfahrende wie Entgegenkommende ausblenden. Nicht nur hier zeigt der Kia Sportage die Hingabe zu neuesten Technologien. Auch das elektronisch gesteuerte Fahrwerk mit adaptiver Dämpfung ist in der Klasse der kompakten SUV keine Selbstverständlichkeit. Auf der Höhe der Zeit ist der Antriebsstrang, denn die Triebwerke des Sportage sind fast ausnahmslos elektrifiziert.

Nur der Einstiegs-Diesel mit 115 PS muss ohne Stromunterstützung auskommen. Der grosse Diesel, allerdings ebenfalls nur ein 1,6-Liter-Vierzylinder, mit 136 PS sowie die beiden Benziner mit 150 und 180 PS kommen als 48V-Mildhybrid.

Wie schon beim Sorento gibt es zudem einen Vollhybriden, der eine Systemleistung von 230 PS mitbringt. Sein ottomotorischer Partner ist ein 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 180PS. Als Topmodell fungiert der Plugin-Hybrid. Mit einer Systemleistung von 265 PS ist er nicht nur dem Sparspass, sondern sicher auch für eine ordentliche Portion Fahrspass gut. Rein elektrisch dürfte die 13,8kWh-Batterie für knapp 60 Kilometer Reichweite sorgen.

Der Kia Sportage will überall zuhause sein

Je langsamer dabei gefahren wird, desto besser für den 66,9kW starken Elektromotor. Vor allem in der Stadt findet er sein ideales Betätigungsfeld. Hier dürfte sich sowieso der natürliche Lebensraum des Kia Sportage befinden. Denn mit seiner Länge von 4,51m ist er gerade noch gut zu parken, bietet aber dennoch Platz für die ganze Familie inklusive Gepäck.

Es sind fast 600 Liter, die der kompakte SUV wegpackt, je nach Neigung der Rücksitzbanklehne. Diese ist, wie auch schon bei den Vorgängern, weiterhin variabel verstellbar. So findet auch der Nachwuchs im Fond selbst auf den längsten Urlaubsfahrten immer eine bequeme Sitzposition.

Auf dem aktuellsten Stand der Technik

In der ersten Reihe spielt sich die digitale Welt der Information auf einem breit gestreckten Glasdisplay ab. Zwei vollintegrierte 12,3“-Displays, das Arrangement wurde aus dem EV6-Elektroauto übernommen, lösen nicht nur fein auf, sondern bieten auch eine angenehm übersichtliche Menüstruktur. Over-the-air-Updates gehören ebenso zum guten Ton wie Cloud-basierte Navigation mit Echtzeit-Routenempfehlungen.

Im Ersteindruck macht der Kia Sportage viel richtig. Er überzeugt mit einem guten Angebot an moderner Technologie, dazu stimmt die Bedienbarkeit. Auch die Verarbeitung ist wertig, besonders die Display-Einheit und das Nahtbild der Sitze zeigt sogar besonders viel Fleiss. Kia hat aus den gut 750.000 Einheiten der Vergangenheit gelernt und die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt.

Bleibt der Preis – doch den wollten die Koreaner noch nicht verlauten lassen. Sicher ist aber: er wird wieder mit seiner 7-Jahr-Garantie überzeugen können.

Text und Fotos: Fabian Mechtel.

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