SWISS SIMRACING SERIES 2021

SWISS SIMRACING SERIES 2021 – Meister-Krimi

Der vierte und letzte Saisonlauf der SWISS SIMRACING SERIES 2021 war an Spannung kaum zu überbieten. In allen Kategorien war die Titelentscheidung noch offen. Auf der virtuellen Strecke von Spa Francorchamps (B) im Porsche Zentrum Zürich boten die SimRacer SimSport allererster Güte. Am Ende wurde Thomas Schmid nach 2020 erneut zum Schweizer Meister gekürt. Danica Brönnimann tat es ihm gleich und wurde Schweizer Meisterin bei den Ladys, Clemens Moonen in der Kat. AM. Mit seinem Sieg bei den Rookies sicherte sich Simon Benoit zudem seinen Startplatz für die SWISS SIMRACING SERIES 2022.

Veröffentlicht am 22.11.2021

Die SWISS SIMRACING SERIES 2021 ist entschieden. In den Kategorien PRO, AM und Ladys standen die Titelentscheidungen an. Und auf die konnten teilweise bis zu fünf Fahrer noch Einfluss nehmen, da es für den letzten Saisonlauf die doppelte Anzahl an Punkten zu gewinnen gab. Am Ende wurde den rund 200 Zuschauern im Porsche Zentrum Zürich einiges geboten.

Meistertitel dank schnellster Runde

Das Rennen der Kat. PRO stand ganz im Fokus des Duells Leonard Heidegger (u. Mitte) versus Thomas Schmid (unten rechts). Beide Protagonisten schenkten sich bereits im Qualifying nichts. Es schien zunächst alles für Heidegger zu laufen, der sich mit 2:20,58 Minuten die Pole und die drei Zusatzpunkte holte. Schmid musste sich dagegen mit P3 begnügen. Dazwischen ergatterte Enrico Di Loreto den zweiten Startplatz. Doch mit P3 wollte sich Schmid nicht zufriedengeben. Direkt beim Start konnte sich Schmid in der Startkurve "La Source" an Di Loreto vorbeidrücken und Druck auf Heidegger ausüben. In Runde 3 versuchte es Schmid schliesslich mit einem spektakulären Überholmanöver und verlor nach einem Kontakt mit Heidegger seine Position an Di Loreto und Julian Ammann (unten links). Schmid stand nun auf Platz 4 unter Druck, ging an Di Loreto wieder vorbei und konnte sich nicht gegen den 15-jährigen Ammann durchsetzen. Der Meistertitel lag für Heidegger also in greifbarer Nähe, da Schmid seinerseits auch keine Möglichkeit sah, an Ammann vorbeizukommen. Eine Runde vor Schluss brannte der Meister von 2020 dann doch noch die schnellste Rundenzeit in den Asphalt. Dank dieser drei Zusatzpunkte holt sich der Jonschwiler mit nur zwei Punkten Vorsprung und gesamthaft 101 Zählern den Meistertitel vor Leonard Heidegger (99 Pkte.) und Enrico Di Loreto (66 Pkte.).

Denzer im Schlusssprint abgefangen

Nicht minder spannend war die Ausgangslage in der Kat. AM. Der vor diesem Rennen eigentlich klar in Führung liegende Gilbert Denzer (79 Pkte.) kam jedoch nicht so recht in Schwung. Der Zweitplatzierte des Klassements Clemens Moonen (41 Pkte.) nutzte die Gunst der Stunde und holte sich die Pole-Position vor einem stark auftrumpfenden Reinhard Hauri. Und Denzers Meisterschaftschancen bekamen gleich nach dem Start einen Dämpfer verpasst. Ausgangs La Source schlug er gleich nach dem Start in die Boxenmauer ein und konnte das Rennen erst auf dem letzten Platz wieder aufnehmen. Vorne hatte inzwischen Reinhard Hauri die Führung von Clemens Moonen übernommen. Während sich Denzer Platz um Platz mit teils sehenswerten Überholmanövern zurückholte, spulten Hauri und Moonen konzentriert ihr Pensum herunter. Als dann Moonen auch noch die schnellste Runde fuhr und somit drei Zusatzpunkte gewann, musste Denzer seine sichergeglaubten Titelchancen endgültig ad acta legen. Mit nur einem Zähler Vorsprung gewinnt Clemens Moonen (unten Mitte) den Titel vor Gilbert Denzer
(86 Pkte., unten links) und Reinhard Hauri (78 Pkte.).

Brönnimann souverän zum Titel

Bis Platz 4 machten sich die Ladys bei der Vergabe des Meistertitels noch berechtigte Hoffnung, der amtierenden Meisterin Danica Brönnimann (unten Mitte) den Meistertitel zu entreissen. Klar führte sie das Klassement vor dem abschliessenden Saisonlauf mit 53 Punkten an, gefolgt von Nadia Brülisauer (45 Pkte.) und Bettina Buess (32 Pkte.). Nach dem Qualifying, das die Ladys immer zusammen mit den Piloten der Kat. AM bestreiten, belegte die Bernerin Platz 3 und war damit, gefolgt von Buess und Brülisauer, die schnellste Lady. Im Rennen heftete sie sich taktisch klug an die Fersen der vor ihr fahrenden Moonen und Hauri. Nach und nach konnte sie sich immer weiter von ihren Konkurrentinnen absetzen. Und da Bettina Buess zusätzlich noch mit einer 5-Sekunden-Zeitstrafe belegt wurde, fuhr Brönnimann einen zu keiner Zeit gefährdeten Sieg innerhalb ihrer Kategorie ein und gewinnt zum zweiten Mal die Meisterschaft vor Bettina Buess (unten links). Nur einen Zähler dahinter belegt Nadia Brülisauer (unten rechts) Rang 3. 

Erster Teilnehmer für die SWISS SIMRACING SERIES 2022 steht fest

Im Rahmen des Saisonfinales konnten auch die Rookies ihr Können unter Beweis stellen. Der Sieger dieses Laufes wurde mit einer Wild-Card, also der Teilnahmen an der SWISS SIMRACING SERIES 2022 belohnt. Hier stach besonders Simon Benoit hervor. Er hatte die anderen 11 Teilnehmer, gefolgt von Alain Weber und Adnan Grozdanic im Griff, gewann das Rennen und geht damit, ohne sich qualifizieren zu müssen, in der kommenden Saison an den Start.

Auf www.simracingseries.ch oder YouTube gibt es neben dem letzten Lauf der SWISS SIMRACING SERIES 2021 in Originallänge auch alle Ergebnisse der bis zum letzten Lauf spannenden Saison.

Text: Jörg Petersen
Fotos: Vesa Eskola

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